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Coronavirus

16.04.2020

Debatte: Wie soll es in den Schulen weitergehen?

Noch sind die Schulen in Bayern geschlossen.
Bild: Getty Images

Seit Mitte März sind die Schulen in Bayern geschlossen. Wir haben Schüler, Lehrer, Eltern, Politiker und einen Armutsforscher gefragt: Wie soll es weitergehen?

Deutschland kehrt schrittweise zu einer "neuen Normalität" zurück. Am Donnerstag wurde aber klar: In Bayern bleibt es in bestimmten Bereichen etwas länger als in anderen Bundesländern bei den strengen Beschränkungen. Der Freistaat ist am stärksten von der Corona-Krise betroffen.

Ministerpräsident Markus Söder plant auch bei der Wiedereröffnung der Schulen ein moderates Vorgehen. In der Pressekonferenz am Donnerstag in München machte er deutlich, dass er nichts hält von einer vorschnellen Rückkehr zum Normalschulbetrieb für alle Schüler. Schon in der Vergangenheit hatte Söder immer wieder auf die Schwierigkeiten gerade im Grundschulbereich hingewiesen, wo etwa das Tragen von Schutzmasken nur schwerlich nachzuhalten sei.

Doch was sagen eigentlich jene Bayern zu der Debatte, die direkt betroffen sind von den Beschränkungen? Die Schüler, die Lehrer, aber auch die Eltern? Und wie ordnen Politiker und Armutsforscher das ein, dass über Wochen hinweg kein regulärer Unterricht in den Schulgebäuden stattfindet? Wir haben nachgefragt. Das Ergebnis erfahren Sie durch Klick auf die pulsierenden Icons. Wenn Sie die Grafik nicht angezeigt bekommen, klicken Sie bitte hier.

Eine Facebook-Umfrage unter Schülern hat etwa ergeben, dass sich viele Jugendliche sehr wohl eine baldige Rückkehr an die Schulen wünschen würden. Insbesondere jene, die kurz vor ihrem Abschluss stehen. Manch einer bringt bereits eigene Ideen mit, die sowohl die Gesundheit der Schüler als auch den Bedarf nach einem weitestgehend normalen Unterrichten gerecht werden sollen.

Eltern fordern mehr Druck für Lehrer beim Home Schooling

Das Thema Home Schooling treibt derweil viele Eltern um. Einige sind enttäuscht von dem Engagement der Lehrer, aber auch von Kultusminister Michael Piazolo - wie Martin Löwe, der oberste Elternsprecher Bayerns, sagt. „Er (Piazolo) müsste die Lehrer auch beim Fernunterricht viel mehr in die Pflicht nehmen und klare Anweisungen geben.“

Armutsforscher Professor Christoph Butterwegge macht auf eine andere Problematik aufmerksam: Nicht alle Familien könnten sich die für das Home Schooling notwendige Equipment leisten. Hier sei der Sozialstaat gefragt.

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