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Kirche

23.04.2019

Der Buchloer Stadtpfarrer ist zurück

Mit einem großen Transparent wurde der Stadtpfarrer empfangen.
Bild: Borowski

Die Ermittlungen gegen den Geistlichen sind eingestellt und die Vorwürfe ausgeräumt

Der Buchloer Stadtpfarrer ist gut fünf Monate nach seiner Suspendierung zurück in seiner Gemeinde – und dort herzlich empfangen worden. Die Ermittlungen gegen ihn sind eingestellt und die Vorwürfe ausgeräumt. Seine erste Amtshandlung war in der Osternacht die Auferstehungsfeier. Mit hunderten Gläubigen feierte er dann am Sonntagmorgen in der vollen Buchloer Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt den Ostergottesdienst. Ein Transparent mit „Herzlich willkommen zurück“ begrüßte ihn an „seiner“ Kirche.

Im Gottesdienst wandte sich der Stadtpfarrer kurz in eigener Sache an seine Gemeinde. Eine schwere Zeit liege hinter ihm, sagte der Geistliche. Geholfen hätten ihm dabei aber die vielen Briefe und der große Zuspruch der Menschen, die stets an seine Unschuld glaubten. Dafür sei er allen sehr dankbar.

Der Buchloer Stadtpfarrer war im Herbst von einer Mutter angezeigt worden, die ihm vorwarf, sexuell motivierte Kontakte zu Kindern und Jugendlichen gesucht zu haben. Daraufhin stellten Ermittler den Computer des Pfarrers sicher und prüften auch die Whatsapp-Kontakte des Seelsorgers. Ergebnis: Fehlanzeige. Zwar hatte der Seelsorger, der sich auch um die Ministranten in Buchloe kümmert, Kontakt zu diesen gehabt, und auch Jugendlichen Gespräche angeboten. Ein begründeter Verdacht auf eine Straftat habe sich dabei aber nicht ergeben, teilte eine Sprecherin der Anklagebehörde mit. Gleiches galt für die Behauptung, der Pfarrer habe illegale Pornografie auf seinem Computer gehabt. Auch dies stimmte den Ermittlungen zufolge nicht.

Der Buchloer Stadtpfarrer ist seit mehr als 35 Jahren als Seelsorger tätig, davon 20 Jahre in Buchloe im Ostallgäu. Er gilt als kritischer und bisweilen unbequemer Geist mit einer klaren Haltung, was ihm in seiner Gemeinde große Anerkennung und Respekt einbrachte.

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