Newsticker
Johnson & Johnson verschiebt Einführung von Corona-Impfstoff in Europa
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Der Durchschnittsbayer heiratet mit 35 und isst zu viel

Statistik

29.11.2019

Der Durchschnittsbayer heiratet mit 35 und isst zu viel

Der durchschnittliche Bayer trinkt nicht nur gerne, er isst auch viel.
Foto: Sonja Birkelbach, Adobe Stock

Das Statistische Jahrbuch für Bayern, das am Freitag vorgestellt wurde, verrät vieles über den typischen Bayer. Er trinkt gerne Bier, isst aber auch viel.

Das Statistische Jahrbuch für Bayern legt so einiges offen. Wie lebt der durchschnittliche Bayer? Wieviel wiegt er und was verdient er? In diesem Jahr hält die Statistik so einige Offenbarungen bereit.

Die Hälfte aller Braustätten hat ihren Sitz in Bayern.
Foto: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Bierabsatz: Das Bier spielt in Bayern eine große Rolle. Mit einem Anteil von 42,5 Prozent hatte 2018 die Hälfte aller deutschen Braustätten ihren Sitz in Bayern. Insgesamt wurden 654 Braustätten im Freistaat betrieben – 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.  Es wurde 2018 auch viel getrunken - der Bierabsatz entwickelte sich positiv: mit 24,6 Millionen Hektolitern lag das Ergebnis um 3,1 Prozent über dem Vorjahres-Niveau. Die inländischen Verkäufe stiegen um 3,4 Prozent, die Verkäufe ins Ausland um 2 Prozent.

Im Jahr 2017 war jeder zweite Erwachsene in Bayern übergewichtig bis stark übergewichtig.
Foto: Armin Weigel, dpa (Symbolbild)

Gewicht: Der Bayer trinkt nicht nur gerne, er isst auch viel. Das Ergebnis: Im Jahr 2017 war jeder zweite Erwachsene (51 Prozent) übergewichtig bis stark übergewichtig. Gut 2 Prozent, hauptsächlich jüngere Frauen, waren untergewichtig. Diesen Zahlen liegt der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) zugrunde. Erwachsene mit einem BMI unter 18,5 gelten als untergewichtig, zwischen 18,5 und 25 als normalgewichtig, zwischen 25 und 30 als übergewichtig und ab einem BMI ab 30 als stark übergewichtig. Der BMI errechnet sich so: Körpergewicht (in Kilogramm) geteilt durch Größe (in Metern) zum Quadrat.

Rund 51 Prozent der Bayern machen eine Lehre oder Berufsausbildung.
Foto: Carmen Jaspersen, dpa (Symbolbild)

Qualifikation: Im Jahr 2018 hatten rund 23 Prozent der Erwerbstätigen in Bayern einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. 11 Prozent verfügten über einen Fachschulabschluss bzw. über eine Meister-/Technikerausbildung und rund 51 Prozent über eine Lehre bzw. Berufsausbildung.

Wie hoch ist das durchschnittliche Einkommen in Bayern?
Foto: Robert Schlesinger, dpa (Symbolbild)

Nettoeinkommen: Über 43 Prozent der Erwerbstätigen in Bayern hatten im Jahr 2018 ein monatliches Nettoeinkommen von mindestens 2000 Euro, wogegen rund 5 Prozent mit weniger als 500 Euro auskommen mussten.

Bayerische Männer sind bei ihrer Hochzeit im Schnitt 34,3 Jahre alt.
Foto: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Heiratsalter: Ledige Männer, die 2018 im Freistaat den Bund fürs Leben schlossen, waren im Schnitt 34,3 Jahre alt. Frauen waren 31,7 Jahre alt. Das Heiratsalter ist damit deutlich angestiegen: Die Menschen heiraten 2018 durchschnittlich etwa 8,3 Jahre später als zu Beginn der 80er Jahre.

Bayerische Männer rauchen häufiger als Frauen.
Foto: Bernhard Weizenegger, Symbolbild

Rauchen: 21 Prozent der Bayern über 15 Jahre haben 2017 geraucht. Bei den Frauen waren es 17 Prozent, bei den Männern 25.  Beide Geschlechter rauchten ihre erste Zigarette etwa mit 17 Jahren.

Verbraucher in Bayern mussten dieses Jahres mehr Geld für Nahrungsmittel ausgeben.
Foto: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

Nahrungsmittelpreise: Lebensmittel sind in Bayern teurer geworden. Im Jahr 2017 haben sie sich um 2,8 Prozent verteuert, 2018 gab es einen Preisanstieg von 2,5 Prozent. Überdurchschnittlich sind die Preise für Molkereiprodukte und Eier (+ 6,1 Prozent) sowie Speisefette und- öle (+ 8,1 Prozent) gestiegen. Auch Obst (+3,5 Prozent) wurde teurer. Das Preisniveau von Gemüse blieb fast gleich.

104.117 Menschen wurden im vergangenen Jahr in Bayern verurteilt.
Foto: David Ebener, dpa (Symbolbild)

Strafen: Im Jahr 2018 wurden in Bayern 104.117 Menschen nach dem allgemeinen Strafrecht verurteilt. 81,3 Prozent bekamen eine Geldstrafe. 11,8 Prozent eine Freiheitsstrafe auf Bewährung und 7 Prozent eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung.  Nach Jugendstrafrecht wurden 12.248 Personen verurteilt.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren