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Bayern

22.11.2012

Der Fall Gustl Mollath: Jurist stellt Strafanzeigen

Anwalt stellt Strafanzeige  im Fall Gustl Mollath: Im Fall der jahrelangen Zwangsunterbringung des Nürnbergers Gustl Mollath in einem psychiatrischen Krankenhaus hat ein Rechtsanwalt Strafanzeige gestellt (Symbolbild).
Bild: Ralf Lienert

Der Nürnberger Gustl Mollath soll im Jahr 2003 seine Frau geprügelt und gewürgt haben. Er wurde in die Psychiatrie gesteckt. Nun hat ein Anwalt Strafanzeigen gestellt.

Rechtsanwalt stellt Strafanzeigen im Fall Gustl Mollath: Im Fall der jahrelangen Zwangsunterbringung des Nürnbergers Gustl Mollath in einem psychiatrischen Krankenhaus hat ein Rechtsanwalt Strafanzeige gestellt. Der Jurist Rainer Schmid reichte bei der Staatsanwaltschaft München Anzeige wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung, der falschen Verdächtigung und möglicher anderer Delikte ein.

Anzeige gegen sämtliche am Verfahren Beteiligte

Seine Kanzlei bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Die Anzeige richte sich gegen sämtliche am Verfahren Beteiligte. Die Anklagebehörde hatte bis zum Nachmittag noch keine Anzeige registriert. "Solange das nicht vorliegt, können wir nichts prüfen", sagte ein Sprecher.

Anzeige gegen Justizministerin Beate Merk (CSU)

Der Zeitung zufolge hat auch die sächsische "Arbeitsgruppe Recht und Psychiatriemissbrauch" Anzeige gegen Justizministerin Beate Merk (CSU) erstattet. Die Gruppe sehe unter anderem den Verdacht der Strafvereitelung im Amt und Duldung der Rechtsbeugung.

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Mollath hatte im Jahr 2003 seiner damaligen Frau sowie weiteren Mitarbeitern der HypoVereinsbank vorgeworfen, in Schwarzgeldgeschäfte verwickelt zu sein - er selbst stand damals vor Gericht, weil er seine Frau gewürgt und verprügelt haben soll.

Mollath: "Paranoide Wahnsymptomatik"

Die Kammer stellte eine "paranoide Wahnsymptomatik" fest und wies den heute 56-jährigen in die Psychiatrie ein. Vor kurzem jedoch wurde ein interner Revisionsbericht der Bank aus dem Jahr 2003 bekannt, der bestätigt, dass Vorwürfe Mollaths gegen die Mitarbeiter tatsächlich zutrafen. (dpa, AZ)

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