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11.01.2008

Der Rechtsstreit um den Meteorit ist beendet

Karl Wimmer aus Nordendorf darf den wertvollen Meteoriten behalten.

Der rund vier Milliarden Jahre alte Meteoritenbrocken "Neuschwanstein 3" sorgte für Wirbel. Weniger weil er entdeckt wurde, sondern vielmehr deshalb, weil sein Finder aus Nordendorf ihn an die Gemeinde Reutte (Österreich) hätte abgeben sollen. Jetzt hat ein Gericht entschieden, wer den wertvollen Meteorit behalten darf.

Augsburg/Reutte (ddp) - Der rund vier Milliarden Jahre alte Meteoritenbrocken "Neuschwanstein 3" aus dem bayerisch-österreichischen Grenzgebiet bleibt bei seinem Finder.


Der schwäbische Physiker Karl Wimmer aus Nordendorf (Kreis Augsburg) und der Bürgermeister der Tiroler Marktgemeinde Reutte, Helmut Wiesenegg, verständigten sich nach langem Rechtsstreit auf einen Vergleich. Die Einigung sieht vor, dass Wimmer das Meteoritenstück, dessen Wert auf über eine Viertelmillion Euro geschätzt wird, behalten darf. Als Ausgleich zahlt Wimmer der Gemeinde Reutte 25 000 Euro und übernimmt die Gerichtskosten.

Damit ist der bayerisch-österreichische Rechtsstreit definitiv beendet. Im Sommer hatte das Landgericht Augsburg in einer Verhandlung, die nach österreichischem Recht geführt wurde, dem deutschen Finder den Himmelskörper zugesprochen. Reutte zog danach in die nächste Instanz vor den Augsburger Senat des Bayerischen Oberlandesgerichts, vor dem nun der Vergleich erzielt wurde. Nach einem spektakulären Naturschauspiel war der Minimeteorit am 6. April 2002 vom Himmel gefallen. Nach intensiver Suche entdeckte schließlich Wimmer auf einem Geröllfeld in Reutte den Steinbrocken, den neben dem Finder auch die Gemeinde für sich beanspruchte.

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