Newsticker
Steinmeier fordert Putin zu sofortigem Rückzug aus der Ukraine auf
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Deutsche Bahn: Bahnstreik aktuell: Wie stark sind Bayern und Schwaben betroffen?

Deutsche Bahn
23.08.2021

Bahnstreik aktuell: Wie stark sind Bayern und Schwaben betroffen?

Die Lokführergewerkschaft GDL will ihren Bahn-Streik wie geplant durchziehen.
Foto: Julian Stratenschulte, dpa (Symbol)

Weil die Lokführer-Gewerkschaft GDL bis Mittwoch streikt, müssen Bahnreisende Beeinträchtigungen in Kauf nehmen. Was aktuell gilt und wie die Bahn die Lage einschätzt.

Wer am Montag und Dienstag mit dem Zug unterwegs ist, muss sich auf Beeinträchtigungen einstellen. Grund sind erneute Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL). Die Deutsche Bahn hatte einen Ersatzfahrplan angekündigt. Dieser sei am Montagmorgen auch gut angelaufen. Das Unternehmen teilte aber mit: "Trotz des verlässlichen Grundangebots kann die DB nicht garantieren, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen." Wenn möglich, sollten die Menschen ihre Bahnfahrten auf die Zeit nach dem Streik verschieben.

Bahnstreik der GDL: Verspätungen und Zugausfälle wohl vor allem im Osten Deutschlands

In der Nacht zum Montag weitete die Lokführer-Gewerkschaft ihren seit Samstagnachmittag dauernden Streik wie geplant vom Güter- auf den Personenverkehr aus. Bis Mittwochfrüh, 2 Uhr, müssen sich Millionen Reisende in ganz Deutschland auf massive Einschränkungen vor allem im Fernverkehr einstellen.

Nur rund ein Viertel der Fernzüge sollen laut Bahn fahren. Vor allem auf einigen Hauptachsen soll alle zwei Stunden ein Zug fahren. Die Auswirkungen könnten je nach Region unterschiedlich sein, teilte die Bahn mit. Im Presse-Blog heißt es: "Streikschwerpunkt sind erneut die östlichen Bundesländer."

Bahnstreik in Bayern und Schwaben: Mindestens 40 Prozent der Regionalzüge sollen fahren

Doch auch in der Region Schwaben müssen Reisende mit Ausfällen und verspäteten Zügen rechnen. Laut Informationen der Deutschen Bahn fallen am Montagmorgen etwa einige Züge auf der Strecken Augsburg-München aus. Im Regionalverkehr versuche man grundsätzlich, 40 Prozent des planmäßigen Fahrplans anzubieten, wie ein Bahn-Sprecher mitteilte.

Die S-Bahnen in München und Nürnberg sollen auf allen Linien im Stundentakt fahren, hieß es weiter. Auf mehreren Linienabschnitten in München fahren die S-Bahnen im Abstand von 20 bis 40 Minuten. Wo es möglich sei, setze man zudem im S-Bahn-Verkehr München Langzüge ein, um mit "maximal möglicher Kapazität" unterwegs zu sein.

Lesen Sie dazu auch

Mehr Informationen zu Zugausfällen finden Reisende auf der Internet-Seite der Deutschen Bahn

Auch auf zahlreichen anderen Strecken in der Region gibt es Zugausfälle. Detaillierte Informationen finden Reisende entweder im Internet oder in der Smartphone-App der Deutschen Bahn sowie an den betroffenen Bahnhöfen.

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn. Die Bayerische Regiobahn (BRB) etwa ist vom Bahn-Streik nicht betroffen. Allerdings sind auch bei ihnen Einschränkungen in Folge der Streiks möglich. So teilte die BRB am Montagvormittag mit, dass es Durch den Streik der DB-Fahrdienstleiter in Marktoberdorf, Kaufering und Kaufbeuren am Montag ab dem Nachmittag zu Zugausfällen auf den Strecken Augsburg-Landsberg und Augsburg-München/Füssen kommen werde. Bis auf wenige Ausnahmen könnten alle Züge aber durch Busse ersetzt werden. Wichtige Einschränkung: Zwischen München und Buchloe gebe es keinen direkten Schienenersatzverkehr (SEV). Die BRB bittet die Fahrgäste, über Augsburg zu fahren.

Die GDL-Mitglieder streiken für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert. (Stand 23. August, 13.10 Uhr)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.