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Die Corona-Tests an den Schulen müssen verpflichtend sein

Kommentar Von Stephanie Sartor
25.03.2021

Freiwilligkeiten haben ein Problem: Wenn nicht genügend Kinder und Jugendliche mitmachen, dann wird die Schutzwirkung für Lehrer und Schüler nicht eintreten.

Mit Halbherzigkeiten kommt man nicht weiter. Das hat die Corona-Krise schon oft gezeigt – etwa der Lockdown light, der dann doch verschärft werden musste, weil dieses Wischi-Waschi-Vorgehen zu wenig gebracht hat. Das war ein bisschen so, als wollte man sich eigentlich einen Sportflitzer kaufen – um dann am Ende doch einen Minivan zu bestellen. Jetzt muss das anders sein. In den Schulen mehr zu testen ist sinnvoll. Aber diese Tests müssen verpflichtend sein.

Schutz vor Corona an Schulen ist dringend nötig - denn Impfen ist noch immer eine zähe Angelegenheit

Denn Freiwilligkeiten haben ein Problem. Wenn nicht genügend Kinder und Jugendliche mitmachen, dann wird die erhoffte Schutzwirkung für Lehrer und Schüler nicht eintreten. Und dieser Schutz ist dringend nötig – schließlich ist das Impfen im Freistaat nach wie vor eine ziemlich zähe Sache, auch, wenn einige Lehrer in der Priorisierung vorgerückt sind.

 

Dass die Tests direkt an den Schulen durchgeführt werden, ist richtig. Denn nur so wird das für viele andere Gesellschaftsbereiche geplante Testen vor Ort – etwa bei Fußballspielen, im Restaurant oder im Theater – auch für Kinder und Jugendliche zur Routine. Wichtig dabei ist: Die Verantwortung, dass das alles funktioniert, kann nicht bei den Lehrern liegen. Die haben genug damit zu tun, den Unterricht an die schwierigen Umstände anzupassen und den Schülern den verpassten Lernstoff zu vermitteln. Deswegen müsste es Fachpersonal an den Schulen geben, koordiniert von den Gesundheitsämtern. Natürlich ist das aufwendig, aber es ist ja kein Zustand für immer. Wenn es endlich mehr Impfungen gibt, kann auch an die Schulen der Alltag zurückkehren.

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