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Tradition

05.12.2014

Die Laugenbreze verdankt ihre Entstehung einem Versehen

Woher kommt eigentlich die Laugenbreze?
Bild: Marcus Merk

In Oberbayern wird sie gerne zu Weißwurst serviert, Franken schätzen sie vor allem mit Butter bestrichen: Die Laugenbreze kann im Freistaat auf eine lange Tradition zurückblicken.

Kredenzt wird sie schon seit mindestens 175 Jahren, wahrscheinlich aber schon viel länger. Denn um die Geburtsstunde der Laugenbreze ranken sich zahlreiche Legenden. In fast allen verdankt das als Doppelsechs geformte Laugengebäck seine Geburt einem Versehen.

Dem Bayerischen Bäckerverband zufolge war der königlich-württembergische Gesandte Wilhelm Eugen von Ursingen der erste, der in den Genuss der neuen Kreation kam - und zwar bei einem Kaffeehausbesuch am 11. Februar 1839 in München. Beim Frühstück soll ihm eine Breze gereicht worden sei, die ganz anders schmeckte als die bisherigen zuckrigen Faschingsbrezen.

Aus Versehen habe der Bäcker Anton Nepomuk Pfannenbrenner das Gebäck statt mit Zuckerwasser mit Natronwasser glasiert, das sonst für die Reinigung der Bleche verwendet wurde. Die Laugenbreze war damit geboren. König Ludwig I. sei seinerzeit "höchst ergötzt von dem Brezn-Wunder" gewesen, soll von Ursingen in seinem Tagebuch vermerkt haben.

Ist die Breze etwa in Baden-Württemberg entstanden?

Nach einer dem Museum für Brotkultur in Ulm bekannten Legende soll  die Laugenbreze dagegen schon im 15. Jahrhundert in Baden-Württemberg entstanden sein. Ein in Ungnade gefallenen Bäcker habe sein Leben nur dadurch retten können, dass er ein Gebäck schaffe, "durch das dreimal die Sonne scheinen kann". Das fertige Gebäck sei ihm in einen Laugeneimer gefallen - dennoch habe er alles in den Backofen geschoben und sei über das Ergebnis erstaunt gewesen. dpa/lby

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