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Die Polizei kommt nicht um Social Media herum

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Kommentar Von Michael Böhm
03.10.2019

Die Polizei muss auf soziale Netzwerke setzen. In Notsituationen kann entscheidend sein, dass Informationen schnell ankommen. Kritik daran ist trotzdem berechtigt.

Der Münchner Amoklauf oder die Augsburger „Weihnachtsbombe“ haben es gezeigt: Social Media ist für die Polizei in der heutigen Zeit eminent wichtig. Über kein anderes Medium werden so schnell so viele Menschen erreicht wie über Facebook, Twitter und Co. – in Notsituationen kann das entscheidend, ja sogar lebensrettend sein. Will die Polizei also ihrem Anspruch gerecht werden, dort zu sein, wo die Menschen sind, dann führt auch kein Weg an sozialen Netzwerken vorbei.

Polizei in Bayern ist gut aufgestellt

Dass die Polizeigewerkschaft mahnend den Finger hebt, ist richtig. Schon jetzt klagen quer durch den Freistaat Dienststellen über zu wenig Personal und zu viele Überstunden. Immer weitere, zusätzliche Aufgaben für die Beamten verstärken die Probleme. Das kann auf Dauer gefährlich werden. Polemisch ausgedrückt: Wenn ein Beamter nicht mehr auf Streife gehen kann, weil noch ein Instagram-Post zu verfassen ist, dann läuft etwas gewaltig schief. So weit ist es glücklicherweise noch nicht.

Gerade in Bayern ist die Polizei im Vergleich zu früher und zu anderen Bundesländern gut aufgestellt. Zudem dürfte sich der zusätzliche Aufwand für einen dritten Social-Media-Kanal für die Internet-Profis der Polizei an normalen Tagen in Grenzen halten. Und an unnormalen werden sie froh sein, wenn sie die modernen Instrumente nutzen können – das haben der Münchner Amoklauf und die Augsburger „Weihnachtsbombe“ eindrucksvoll bewiesen.

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Lesen Sie dazu auch: Bayerns Polizei jagt Verbrecher jetzt auf Instagram

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