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Die Testpflicht an Schulen macht das Lernen endlich sicherer

Kommentar Von Lea Thies
08.04.2021

Plus Durch Schnelltests wird das Lernen in der Schule nun für alle ein ganzes Stück weit sicherer – und auch normaler.

Endlich! Ab Montag gilt in Bayern eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler, um am Präsenzunterricht teilzunehmen. Das ist zwar längst überfällig, aber ein richtiger und wichtiger Schritt in Zeiten der Corona-Pandemie.

Durch Schnelltests wird das Lernen in der Schule nun für alle ein ganzes Stück weit sicherer – und auch normaler. Werden ansteckende Kinder früher entdeckt, können Infektionsketten schneller unterbrochen werden und die Schulen länger geöffnet bleiben. So bekommen die Schülerinnen und Schüler ihr Grundrecht auf Bildung und haben wenigstens in der Schule auch wichtige soziale Kontakte.

Die Debatte um die Testpflicht zeigt, wie groß die Berührungsängste sind

Die Debatte im Vorfeld der Testpflicht hat aber auch gezeigt, wie groß die Berührungsängste zu Antigen-Schnelltests sind und wie dringend notwendig eine Aufklärungskampagne ist. Daran ist auch der Bundesgesundheitsminister schuld, wenn er wochenlang wiederholt, dass Abstriche für Laien so schwer zu nehmen seien und Schnelltests so kompliziert, dass sie erst für Laien gesondert geprüft werden müssen. Beides ist längst wissenschaftlich widerlegt. Also: Selbsttests im vorderen Nasenbereich sind keine Raketenwissenschaft! Sie funktionieren. Sie tun nicht weh. Und sie sind auch für junge Schulkinder durchführbar, wie Österreich seit zwei Monaten erfolgreich beweist. Werden sie in der Schule gemacht, besteht die größte Sicherheit für alle, dass sich auch wirklich alle beteiligen.

Für Schulen gibt es nun eine Lösung. Jetzt muss auch ein Konzept für Kitas her – mit Lollytests etwa. Auch die Kleinen haben ein Recht auf Bildung und Freundesehen.

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08.04.2021

Zu kurz gedacht Frau Kommentatorin: Das Klassenzimmer ist kein Testcenter und Lehrer keine Testleiter. Und wie der Infektionsschutz vor Ort beim Testen gewährleistet sein soll ist völlig ungeklärt. Prinzipiell ist Testen richtig, aber das muss am richtigen Ort geschehen. Die Schule ist es auf alle Fälle nicht. Beide Vorredner unten haben vollkommen recht! Und außerdem: Warum dann nach der ganzen Testerei kein Präsenzunterricht? Das wäre für die Kinder, die ohnhin eine Hauptlast bei der Infektionbekämpfung tragen (wo ist eine Testpflicht bei Unternehmen und Behörden - dort wird nach meiner eigener Erfahrung in meinem Einwohnermeldeamt sogar noch ohne Maske gearbeitet - usw.?), wenigstens ein Gewinn. Ich sehe die Entwicklung mit Sorge - vor allem für unsere Kinder.

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08.04.2021

Prinzipiell falsch, denn die Testergebnisse sind zu ungenau, bzw. deren Fehlerhäufigkeit zu groß.

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07.04.2021

Prinzipiell richtig. Aber trotzdem: Schule sollte kein Ort sensibler medizinischer Diagnosen sein. Ich denke, es ist sehr belastend, mehrmals die Woche im Klassenzimmer vor dem Teststreifen zu sitzen und bibbern, dass er negativ ist. Und nicht alle Klassen sind vielleicht nett und verständnisvoll, wenn ein Mitschüler positiv ist. Und nicht alle Lehrer haben vielleicht das Geschick, mit einem erschrockenen Schüler, der grade ein positives Ergebnis vor sich liegen hat, angemessen umzugehen. Was das bei empfindlicheren Gemütern mit der Seele macht, finde ich bedenklich. Es müsste möglich sein, das vor dem Schulhaus zu erledigen und da jemanden hinzustellen, der Ahnung und im Falle eines positiven Tests auch die Möglichkeit hat, sich um das betroffene Kind zu kümmern, in der Zeit, bis die Eltern da sind.

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