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31.05.2017

Die eigene Mutter erschlagen

Donauwörther Student muss lange in Haft

Der Angeklagte schüttelt den Kopf, als er am Dienstagnachmittag das Urteil hört – als wolle er seinen Ohren nicht trauen: Neun Jahre und sechs Monate Haft wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge lautet der Richterspruch. Das Augsburger Schwurgericht unter dem Vorsitz von Susanne Riedel-Mitterwieser ist überzeugt, dass Timo B. seine Mutter mit Schlägen oder Tritten so malträtiert hat, dass sie an den Verletzungen starb. Die 42-jährige Michaela B. war im August vergangenen Jahres in ihrer Wohnung in Donauwörth an ihrem eigenen Blut erstickt.

Timo B. hatte bis zum letzten Prozesstag seine Unschuld beteuert. Doch das Gericht glaubte weder seinen Worten noch seiner Betroffenheit. „Es bleibt der eine Schluss: Nur der Angeklagte hatte Zugang zur Wohnung und als Einziger kein Alibi. Er ist der Täter.“ Der 22-jährige Student habe mindestens neun Mal auf seine Mutter eingeschlagen und sich mit ihr einen heftigen Kampf im Toilettenraum der gemeinsamen Wohnung geliefert – das legten die Blut- und DNA-Spuren nahe. Zwar habe er nicht beabsichtigt, seine Mutter zu töten, doch „er hätte erkennen müssen, dass die zugefügten Verletzungen zum Tod führen müssen“, so Riedel-Mitterwieser in der Urteilsbegründung. Die Verteidigung kündigte an, in Revision zu gehen.

Als Motiv sieht das Gericht das Dilemma des Sohnes, dass er sein eigenes Leben beginnen wollte, sich aber zugleich für die seit seiner Kindheit psychisch kranke Mutter verantwortlich fühlte. Als sie an jenem Tag erneut nicht in die Klinik ging, um sich professionelle Hilfe zu holen, habe Timo B. „seine Felle davon schwimmen sehen“, so die Richterin. Der Ausblick des Betriebswirtschafts-Studenten auf ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung mit seiner Freundin und der finanziellen Unterstützung durch deren Familie sei gefährdet gewesen.

Für Aufsehen hatte der Fall auch gesorgt, weil sich der zuständige Staatsanwalt während des Prozesses im Gericht das Leben genommen hatte. Für ihn hatte Martina Neuhierl die Anklage weitergeführt.

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