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15.10.2018

Direktmandate und Partei-Hochburgen: So hat unsere Region gewählt

In bayerischer Tracht zur bayerischen Landtagswahl: Dieses Bild wurde am Wahlsonntag vor einem Wahllokal aufgenommen.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Plus Die CSU gewinnt in der Region alle 18 Direktmandate. Ein genauerer Blick zeigt aber: Welche Partei wo wie gut abschneidet, unterscheidet sich stark.

Unsere Region hält der CSU die Treue - zumindest bei den Erststimmen. Während bayernweit in sechs von 91 Stimmkreisen Nicht-CSU-Kandidaten die meisten Stimmen auf sich vereinen konnten, ist das Bild unserer Region bei der Landtagswahl 2018 einheitlich schwarz: Überall holten CSU-Kandidaten das Direktmandat.

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Nicht zu übersehen ist allerdings, wie sehr die einzelnen Kandidaten einbüßten. Jeder von ihnen erreichte ein schlechteres Ergebnis als der jeweilige CSU-Kandidat bei der Landtagswahl 2013. Die wenigsten Prozentpunkte holten Andreas Jäckel (Augsburg-Stadt-Ost, 30,8 Prozent), Johannes Hintersberger (Augsburg-Stadt-West, 33,6 Prozent) und Thomas Kreuzer (Kempten/Oberallgäu, 34,2 Prozent).

Hinweis: Um detailliertere Informationen zu einem Stimmkreis zu erhalten, müssen Sie mit der Maus - oder als Mobile-Nutzer mit Ihrem Finger - auf den jeweiligen Stimmkreis klicken.

 

 

Bessere Stimmung als bei der CSU herrschte am Wahlabend bei den Grünen. Die Partei verdoppelte ihr Ergebnis aus dem Jahr 2013. Auch in der Region schnitten die Grünen vielerorts stark ab. Die meisten Prozentpunkte holte die Partei der beiden Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann im Stimmkreis Landsberg am Lech/Fürstenfeldbruck-West - Hartmann ist gebürtiger Landsberger. Unterdurchschnittlich war das grüne Ergebnis in Neuburg-Schrobenhausen: 11,1 Prozent.

Doch auch dort bleibt festzuhalten, dass die Partei deutlich besser abschnitt als 2013, als sie lediglich 5,2 Prozent der Stimmen holte. Ein genereller Trend: Die Grünen waren bei der Landtagswahl 2018 in allen Stimmkreisen der Region deutlich stärker als fünf Jahre zuvor.

 

Ähnlich eindrucksvoll wie der Aufstieg der Grünen ist der Abstieg der SPD. In mehreren Stimmkreisen der Region kam die Partei von Spitzenkandidatin Natascha Kohnen der Fünf-Prozent-Hürde gefährlich nahe. Am schlechtesten war das Ergebnis der Sozialdemokraten in Kaufbeuren: 5,2 Prozent. In nur zwei Stimmkreisen erreichte die SPD ein zweistelliges Ergebnis: in den beiden Augsburger Stimmkreisen. 2013 hatte die Sozialdemokraten noch in allen Stimmkreisen der Region zweistellige Ergebnisse eingefahren, teils ein Viertel der Stimmen geholt.

Erstmals im Landtag vertreten ist die AfD - auch dank der Stimmen aus der Region. Am besten schnitt die Partei im Stimmkreis Günzburg ab. Dort wählten sie 14,1 Prozent - die AfD wurde mit diesem Ergebnis dort zweitstärkste Partei. Das gelang ihr sonst nur im Stimmkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Die FDP zieht laut vorläufigem amtlichen Endergebnis knapp wieder in den Landtag ein. In der Mehrheit der Stimmkreise der Region rissen die Liberalen allerdings die Fünf-Prozent-Hürde. In zehn von 18 Stimmkreisen lag die Partei unter fünf Prozent. Die meisten Wähler fand die Partei im Stimmkreis Pfaffenhofen an der Ilm, die wenigsten im direkten Nachbarstimmkreis Neuburg-Schrobenhausen. Übrigens: Die Linke, bayernweit gescheitert, übersprang nur in Augsburg-Stadt-Ost und in Ingolstadt die Fünf-Prozent-Hürde.

Der FDP gelang es in keinem der Stimmkreise der Region, bei den Gesamtstimmen zweitstärkste Kraft zu werden - ebenso wenig der alterwürdigen SPD. Die zweitmeisten Stimmen holten oft die Grünen. Viermal gelang das auch den Freien Wählern - etwa in Neuburg-Schrobenhausen, wo der amtierende Landrat Roland Weigert für die Freien Wähler antrat und bei den Erststimmen 28,7 Prozent holte.

Wo eine Partei besonders gut oder besonders schlecht bei den Wählern ankam, verrät nicht nur der Blick auf die Stimmkreise. Wir haben uns auch das Wahlverhalten in den Städten der Region angesehen - und die Top 3 wie Flop 3 der jeweiligen Parteien herausgesucht. Auffällig: In manchen Städten holte die SPD nicht einmal fünf Prozent der Stimmen.

 

 

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