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Wettbewerb

18.06.2019

Dörfer wollen nicht mehr

Die Gemeinde Perlesreut in Niederbayern wurde 2016 auf Bundesebene mit Gold ausgezeichnet.
Bild: A. Weigl, dpa

Die Teilnehmerzahlen bei „Unser Dorf hat Zukunft“ in Bayern sinken stetig. Woran das liegen könnte

Immer weniger bayerische Dörfer nehmen an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Wie aus den von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) veröffentlichten Zahlen hervorgeht, beteiligten sich an der Wettbewerbsrunde 2016 bis 2019 nur 237 Dörfer. Zur Jahrtausendwende waren noch mehr als 1000 bayerische Dörfer dabei gewesen. Seither sank die Zahl stetig. Die jüngste Runde hat diesen Monat begonnen.

„In den Kommunen sind immer weniger Bewohner ehrenamtlich tätig. Aber gerade dieser Einsatz und das Engagement sind für eine erfolgreiche Teilnahme unabdingbar“, sagte ein Sprecher des bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Auch setzten die Bürgermeister andere politische Schwerpunkte. Und andere Wettbewerbe wie das neu gestartete „Gütesiegel Heimatdorf 2019“ des bayerischen Heimatministeriums machten dem Wettbewerb Konkurrenz.

Seit 1961 haben nach LWG-Angaben mehr als 27000 bayerische Dörfer an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen, der früher unter dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden“ stattfand. Dabei gehe es nicht allein darum, das schönste Dorf zu finden. Bei dem Wettbewerb für Dörfer und Ortsteile mit maximal 3000 Einwohnern geht es neben Urkunden und Preisgeldern auch darum, die Dorfgemeinschaft zu beleben, den ländlichen Raum zu stärken und Orte etwa als Tourismusziele bekannter zu machen. Laut Ministerium sind im Haushalt rund 250000 Euro pro dreijähriger Wettbewerbsrunde eingeplant. Dem Ministerium ist den Angaben nach kein Dorf bekannt, das die Teilnahme an dem Wettbewerb bereut habe.

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