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Donauwörth
28.04.2019

"Wundere mich, mit welcher Brutalität ein Pater zuschlagen konnte"

Das Kloster Heilig Kreuz Donauwörth
Foto: Barbara Würmseher

Plus Immer mehr ehemalige Schüler berichten von Gewalt in Heilig Kreuz in Donauwörth. Einer ist Klaus G. Wie er seine Schulzeit erlebt hat.

Ein heute 70-Jähriger fühlte sich als Schüler (1959 bis 1965) von mehreren Patres „sämtlicher bürgerlicher Ehrenrechte beraubt“. Den Musiklehrer aber beschreibt er als besonders gewalttätig. Von einem Tobsuchtsanfall in der Chorprobe erzählt er, bei dem der kräftige Mann so lange mit einem Elektrokabel auf den Chor eingeschlagen habe, bis schließlich alle auf dem Boden lagen. Der einstige Schüler, der jetzt mit uns sprach, stellte sich tot. Ein heute 62-Jähriger (1967 bis 1971 in Heilig Kreuz) spricht von grenzenloser Angst vor diesem Musiklehrer und schildert „Kinnhaken wie in einem Westernfilm“. Ein so malträtierter Mitschüler „flog durch die Wucht des Aufschlags über den Tisch, ohne diesen zu berühren, und schlug dahinter auf dem Boden auf. Es grenzt an ein Wunder, dass er überlebt hat.“ Auch ein Kunstlehrer sei ein Mann von Schlagkraft gewesen.

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29.04.2019

Ich kann die Berichterstattung über die Zustände in der Knabenrealschule Hl. Kreuz in Donauwörth nur begrüßen! Als Betroffener in den Jahren 1959 - 1965, der ebenfalls einiges miterleben und erleiden mußte, kann ich nur sagen, dass diese Aussagen, die in den Berichten getätigt wurden, absolut der Wahrheit entsprechen! Es ist für einen Betroffenen nicht notwendig, irgend etwas zu dramatisieren oder zu übertreiben, denn das, was meine Mitschüler und ich erlebten, war schlimm und teilweise menschenunwürdig genug. Ich war selbst Schüler im Halbinternat und möchte betonen, dass mir die Schulzeit in Hl. Kreuz in durchaus guter Erinnerung ist, allerdings gab es Patres und sog." Lehrer", die mit absoluter Unmenschlichkeit ihre "Erziehungsmethoden" durchprügelten! So war ich in fast jeder Singstunde in den ersten beiden Klassen das Opfer eines cholerischen Musiklehrer, der mir jede Freude am Singen vermießte, bin bis heute traumatisierter Nichtsänger! Für mich war jede Singstunde (Musikstunde) der absolute Horror, ich hatte nur noch Angst vor Schlägen, Ohrfeigen und anderen abscheulichen Bestrafungen, da ich angeblich "brummte", obwohl ich nicht mitsang und nur die Lippen bewegte! Es war schlimm!!!
Ich kann Frau Würmseher nur danken, dass sie auch mir den Mut gab, mich darüber zu äußern!

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