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A7 im Allgäu

17.06.2013

"Ein Wunder": Polizei stoppt Geisterfahrer nach 40 Kilometern

Geisterfahrer auf deutschen Autobahnen verursachen jährlich 75 bis 80 Unfälle - mit häufig schweren Folgen.
Bild: Tobias Hase, dpa

Unvorstellbare 40 Kilometer fuhr ein 64-Jähriger Samstagabend auf der A7 in falscher Fahrtrichtung. Bermerkt haben will er nichts. Die Polizei spricht von einem "Wunder", dass kein Unfall passierte.

Laut Polizei war der Mann aus Baden-Württemberg gegen 22.30 Uhr an der Anschlusstelle Leubas bei Kempten in falscher Richtung auf die A7 nach Füssen aufgefahren. Bei der Einsatzzentrale gingen in Kürze eine Vielzahl an Geisterfahrer-Meldungen ein.

Die Polizei sperrte daraufhin die Fahrbahn der A7 Richtung Norden und den Grenztunnel bei Füssen. Mehrere Streifenwagen waren im Einsatz, um die Geisterfahrt zu beenden. Ein Fahrzeug platzierte sich laut Polizei auf der anderen Fahrbahn sogar parallel zu dem Falschfahrer, um diesen zum Anhalten zu bewegen - ohne Erfolg.

Nach 40 Kilometern endet die Geisterfahrt

Erst bei der Anschlusstelle Füssen nach knapp 40 Kilometern durchgehend auf der Überholspur endete die Geisterfahrt des 64-Jährigen. Mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei hatten die Fahrbahn blockiert.

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Wie die Polizei mitteilt, zeigte sich der Mann angesichts des großen Polizeiaufgebots überrascht. Er war sich keines Fehlverhaltens bewusst. Was sich zudem herausstellte: Seit einigen Kilometern war der Mann mit seinem BMW auf der blanken Felge des rechten Vorderrades unterwegs. Aber auch daran hatte sich der 64-Jährige offenbar nicht gestört.

Laut Polizei hatte der Mann weder Drogen noch Alkohol konsumiert. Sein Führerschein wurde sichergestellt und ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.Verkehrsteilnehmer, die durch den dunklen BMW mit HDH-Kennzeichen gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizei Kempten (0831/9909-2050) in Verbindung zu setzen. drs

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