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29.06.2009

Eine gute Entscheidung

Von Uli Bachmeier

Es war kein einfacher Prozess, wirklich nicht. In den Jahrzehnten nach dem Krieg entwickelte sich München zu einer kleinen, lebenswerten Metropole - wohlhabend, liberal und weltoffen.

Die dunkle Seite seiner Vergangenheit als nationalsozialistische "Hauptstadt der Bewegung" aber wurde verdrängt. Erst in den 90er Jahren wurden die Stimmen lauter, dass München sich den schlimmsten Jahren seiner Geschichte endlich stellen sollte.

Doch über die Frage, wie aus einem "Täter-Ort" ein angemessener Ort der Erinnerung gemacht werden könnte, wurde lange Zeit sehr kontrovers diskutiert. Das Areal rund um den Königsplatz war die eigentliche Zentrale der NSDAP. Mehrere tausend Menschen arbeiteten dort für die Partei der Verbrecher und Mörder.

Mit der Vereinbarung, sich die Finanzierung des NS-Dokumentationszentrums zu teilen, haben Stadt, Freistaat und Bund jetzt einen sichtbaren Schlussstrich unter die Kontroverse gezogen. Es ist ein gemeinsames Bekenntnis zur Erinnerung und zur Aufklärung. Es ist eine gute Entscheidung - für München, Bayern und Deutschland.

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