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Straßenverkehr

14.11.2017

Eisglätte in Augsburg und Umgebung: Was Autofahrer beachten sollten

Achtung Glatteis! Überfrierende Nässe verwandelte Straßen, Gehwege und Brücken in spiegelglatte Flächen. Zwölf Streufahrzeuge waren am Dienstag ab 4.30 Uhr im Einsatz.
Bild: Armin Weigel, dpa

Der Winter hält Einzug auf den Straßen von Augsburg und Umgebung. Dienstagmorgen hatte Glätte die Region im Griff. Diese Tipps sollten Autofahrer beachten.

Das große Verkehrschaos blieb Autofahrern in Augsburg und Umgebung auch am Dienstagmorgen erspart. Keine Spur vom Schnee, der in Oberfranken, der Oberpfalz und anderen Teilen Bayerns, am Montag zu massiven Verkehrsbehinderungen und Unfällen führte. Och in der Region gab es Schneeregen, der sich am frühen Dienstagmorgen bei Temperaturen von unter null Grad in Eis verwandelte.

Vor allem auf Brücken und exponierten Stellen war es spiegelglatt. Der überfrierenden Nässe rückten ab 4.30 Uhr insgesamt zwölf große Streufahrzeuge auf den Hauptstraßen zu Leibe. "Wo es nötig war, verteilten 23 Mehrzweckfahrzeuge ein Gemisch aus Splitt und Salz auf Rad- und Gehwegen", wie Alfons Stegmann vom Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg berichtet. Entsprechend verlief der morgendliche Berufsverkehr ohne größere Störungen. Da bis zum Wochenende ebenfalls Frühnebel angesagt und mit überfrierender Nässe zu rechnen ist, sind die Streudienste der Stadt Augsburg gewappnet.

Verkehrsteilnehmer haben einen Vorgeschmack bekommen, was sie die nächsten Monate erwartet: Matsch, Schnee und Glätte. Für diese Verhältnisse muss nicht nur der Räumdienst gewappnet sein, sondern auch alle Autofahrer. Mit diesen Tipps sollten Sie gut durch den Winter kommen:

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Bei Glätte müssen Autofahrer unbedingt ihre Fahrweise anpassen

Wer nicht sicher ist, ob die Straße glatt ist, kann an einer ungefährlichen Stelle leicht bremsen und vorsichtig hin und her lenken, sagt Diana Sprung vom ADAC. "So kann man schauen, wie sich das Auto verhält." Bei diesen Manövern sollten allerdings keine anderen Fahrzeuge oder Hindernisse wie Bäume in der Nähe sein. Ist die Straße rutschig, sollten Autofahrer ihre Fahrweise entsprechend anpassen - und zwar so:

Tempo: Der Bremsweg verlängert sich bei glatter Fahrbahn trotz ABS, ESP und Winterreifen enorm. Deshalb müssen Autofahrer langsamer und vorausschauender fahren - "das ist das Wichtigste", sagt Sprung.

Bremsen: Bei Glätte kann ein starker Tritt auf die Bremse das Auto ausbrechen lassen. Deshalb gilt: sanft bremsen. Bricht der Wagen trotzdem aus oder untersteuert er in einer Kurve, gilt es kurz und kräftig zu bremsen und gefühlvoll gegenzulenken, rät Johannes Boos vom ADAC. Damit wird das Auto etwas langsamer - und das reiche häufig schon, um es wieder unter Kontrolle zu bringen. Kommt das Fahrzeug allerdings trotz jenes sogenannten Bremsschlags nicht mehr in die Spur, dann bleibt die Vollbremsung als letzte Option.

Auf rutschiger Straße nicht die Motorbremse verwenden

Kuppeln: Viele Autofahrer nutzten die Motorbremse, um ihr Auto ein wenig abzubremsen. Auf rutschiger Straße sollten sie das besser sein lassen. "Die plötzlichen Drehzahlsprünge können die Räder blockieren lassen", erklärt Sprung. Dann rutscht das Auto unkontrolliert.

Anfahren: Es kommt vor, dass die Reifen beim Anfahren keinen Grip bekommen und durchdrehen. Damit das Auto vom Fleck kommt, kann es helfen, im zweiten Gang anzufahren. Niedrige Motordrehzahlen lassen die Räder bei Eis und Schnee allgemein weniger durchdrehen. Es gilt also die Devise: früh hochschalten.

Sicht: Vor der Fahrt sollte das gesamte Auto von Schnee und Eis befreit werden. "Ein kleines Guckloch in der Frontscheibe reicht nicht", stellt Sprung klar. Neben Unfällen riskieren Autofahrer mit so einem Guckloch auch ein Bußgeld von 10 Euro. Sind sie mit Schnee auf dem Dach unterwegs, können sogar 25 Euro fällig werden.

Lesen Sie, wie Motorradfahren auch im Winter Spaß macht. AZ/dpa

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