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München

20.07.2020

Fahrgast greift wegen Rassismusvorwurfs Kontrolleure in Münchner S-Bahn an

Während einer Kontrolle in einer Münchner S-Bahn kam es zu einem Streit. Dabei wurden zwei Menschen verletzt
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Weil er sich bei einer Fahrscheinkontrolle rassistisch behandelt fühlte, legte sich ein Fahrgast in der Münchner S-Bahn am Sonntag mit zwei Kontrolleuren an.

Bei einer Fahrscheinkontrolle an der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke in München am Sonntag kam es zu einem Streit zwischen zwei Kontrolleuren und einem Fahrgast. Als sich noch zwei weitere Mitfahrer einmischten, eskalierte die Situation. Dabei wurden ein Kontrolleur und einer der Fahrgäste verletzt. Die beiden anderen Fahrgäste, die Tatverdächtigen, konnten fliehen. Deshalb sucht die Bundespolizei jetzt nach Zeugen.

Einer der Tatverdächtigen wurde am Donntag im vorderen Zugteil einer S8 Richtung Flughafen im Bereich der S-Bahn-Stammstrecke von zwei Mitarbeitern der deutschen Bahn kontrolliert. Er zeigte seinen gültigen Fahrschein vor.

Der Verdächtige beschuldigte die Kontrolleure des Rassismus

Nachdem die Kontrolle vorbei war, beschwerte er sich, so die Polizei jedoch über die vermeintlich rassistischen Motive hinter seiner Kontrolle - die seiner Meinung nach lediglich aufgrund seiner dunklen Hautfarbe stattgefunden habe. Der Mann wurde schließlich handgreiflich, woraufhin ihn die Kontrolleure des Zuges verwiesen.

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Als der Mann dem nicht nachkam, schoben ihn die Bahn-Mitarbeiter um 19:50 Uhr am Haltepunkt Donnersbergerbrücke aus der S-Bahn. Dabei riss er einen der Bahnmitarbeiter aus dem Zug und wollte ihn schlagen. Deshalb wollten die Kontrolleure den Unbekannten daraufhin auf dem Boden festhalten.

Zwei weitere Fahrgäste mischten sich in den Streit ein

Zwei Unbeteiligte, die den Sachverhalt in der S-Bahn mitbekommen hatten, stiegen ebenfalls mit aus. Während ein 35-Jähriger aus Herrsching die Kontrolleure unterstütze, verhalf der Zweite dem Verdächtigen zur Flucht und trat dabei dem anderen Fahrgast so fest auf das Sprunggelenk, dass es brach.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen gegen den dunkelhäutigen Mann wegen Körperverletzung und Beleidigung, sowie gegen den Unbeteiligten wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Zur Tatzeit befanden sich mehrere Reisende im vorderen Zugteil der S8 und am Bahnsteig der Donnersbergerbrücke, die das Geschehen beobachten konnten. Die Zeugen werden deshalb jetzt von der Polizei gebeten sich bei der Bundespolizeiinspektion München unter der Telefonnummer 089/515550- 111 zu melden. (AZ)

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