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München

10.02.2015

Fahrkartenautomaten der Bahn sollen explodierende Farbpatronen bekommen

ARCHIV - Fahrgäste der S/U-Bahn in München (Bayern) kaufen am 01.12.2011 an der Haltestelle Karlsplatz (Stachus) Fahrkarten an Fahrkartenautomaten. Foto: Sven Hoppe/dpa (zu dpa vom 10.02.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Bild: Sven Hoppe

Die Deutsche Bahn will sich Vandalismus und Diebstahl an ihren Fahrkartenautomaten nicht länger gefallen lassen. Offenbar sollen die Automaten "bewaffnet" werden.

Farbpatronen an den Fahrkartenautomaten - die Deutsche Bahn will einem Bericht zufolge härter gegen Diebstahl und Vandalismus an ihren Fahrkartenautomaten vorgehen. So will die Deutsche Bahn laut einem Bericht der "Süddeutsche Zeitung" vom Dienstag, in diesem Jahr rund tausend Automaten mit Farbpatronen ausstatten. Bei einem Diebstahlversuch sollen die Farbpatronen an den Automaten explodieren.

Wenn die Farbpatrone am Automaten platzt

Wenn die Geldkassette im Automaten angestoßen oder geschüttelt werde, "platzt die Farbpatrone und spritzt mit hohem Druck eine nicht ablösbare Farbe auf die Geldscheine", sagte der Sicherheitschef der Bahn, Gerd Neubeck, der Zeitung. Damit sei das Geld "wertlos" und der Aufbruch "sinnlos".

Jeder zweite Fahrkartenautomat der Bahn soll aufgerüstet werden

Die Bahn testet der "Süddeutschen Zeitung" zufolge das Verfahren bereits seit Anfang 2013 an wenigen Standorten. Mittelfristig solle etwa jeder zweite der bundesweit 7000 Automaten mit solchen Farbpatronen ausgerüstet werden, hieß es. Das bespritzte Geld sei dann zwar auch für den Konzern wertlos, jedoch liege der Schaden der Bahn bei diesen Taten ohnehin weniger in dem Diebstahl als in der Zerstörung der Automaten. Demnach kostet es 30.000 Euro, ein kaputtes Gerät zu ersetzen und aufzubauen.

In den Automaten selbst liege nur sehr wenig Geld, da die Geräte regelmäßig geleert würden und immer mehr Kunden ihre Fahrkarten bargeldlos bezahlten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr dem Bericht zufolge bundesweit 370 Automaten der Bahn aufgebrochen. Der Gesamtschaden für das Unternehmen betrug demnach 6,7 Millionen Euro. afp/AZ

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