Newsticker
Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit mehr als drei Wochen wieder leicht gesunken
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Fall Peggy: Polizei sucht erneut Fundort von Peggys Knochen ab

Fall Peggy
26.09.2016

Polizei sucht erneut Fundort von Peggys Knochen ab

Hundertschaften der Polizei suchen am Montag erneut am Auffindeort von Peggy in Rodacherbrunn mit schwerem Gerät.
Foto: Fricke/dpa

Vor drei Monaten fand ein Pilzsammler Knochen der vor langer Zeit verschwundenen Peggy. Der Fall ist bis heute ungeklärt. Jetzt sucht die Polizei noch einmal das Waldstück ab.

Knapp drei Monate nach dem Knochenfund im Fall Peggy untersucht die Polizei erneut den Fundort in einem Thüringer Waldstück. "Das sind routinemäßige Überprüfungen", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayern am Montag. "Das hat sich im Rahmen der Ermittlungen ergeben." Weitere Auskünfte über die Ermittlungen zum Tod des vor 15 Jahren verschwundenen Mädchens wollte der Sprecher zunächst nicht geben.

Die Maßnahmen um den Fundort der sterblichen Überreste Peggys seien geplant gewesen und Routine, hieß es einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag. Die Ermittler der Sonderkommission (Soko) und der Anklagebehörde interessieren sich demnach besonders für Tierbauten. Die bayerische Bereitschaftspolizei unterstützt die Soko bei der Suche. Diese sollte den Montag über andauern und falls nötig fortgesetzt werden.

Einige von Peggys Knochen fehlen noch

Peggys Tod ist einer der größten ungelösten Kriminalfälle in Bayern. Die neunjährige Schülerin aus Lichtenberg (Landkreis Hof) war am  7. Mai 2001 nicht von der Schule nach Hause gekommen. Wochenlange Suchaktionen blieben erfolglos. Erst Anfang Juli 2016 - mehr als 15 Jahre später - fand ein Pilzsammler in einem Wald im Grenzgebiet zwischen Thüringen und Oberfranken Knochen des Mädchens.

Die Polizei durchkämmt mit Hundertschaften das Waldstück in Thüringen, in dem ein Pilzsammler die mutmaßlichen Skelettteile von Peggy entdeckt hatte.
8 Bilder
Fall Peggy: Pilzsammler findet Leichenteile im Wald
Foto: Bodo Schackow, dpa

Das Skelett war damals allerdings nicht vollständig gefunden worden. Hundertschaften der Polizei suchten das Waldgebiet und Zufahrtsstraßen zwischen Peggys Heimatort und dem Fundort im 15 Kilometer entfernten Saale-Orla-Kreis daraufhin nach Spuren ab.

Weil nicht alle Knochen gefunden worden waren, hielt es die Polizei nicht für ausgeschlossen, dass Tiere einzelne Teile des Skeletts verschleppt haben. Deshalb suche man nun gerade in Tierbauten, so ein Sprecher der Einsatzkräfte. Man wolle nichts unversucht lassen. Bis zum Mittwochnachmittag hätten die Beamten allerdings noch nichts Relevantes gefunden. dpa/lby

Lesen Sie dazu auch
Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.