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Feiern in der Coronakrise: Ein Appell an die Vernunft reicht nicht aus

Brigitte Mellert
Kommentar Von Brigitte Mellert
30.07.2020

Feiern ist in der Coronakrise nur mit Einschränkungen möglich. Damit daraus aber kein Sicherheitsrisiko wird, braucht es strikte Vorgaben und Kontrollen.

Mehr als 60 Corona-Fälle am österreichischen Wolfgangsee – nur ein Beispiel dafür, wie schnell sich das Coronavirus ausbreitet, wenn junge Menschen ausgelassen miteinander feiern und die Abstandsregeln vergessen. Um Nachtschwärmern die Möglichkeit zum Feiern zu geben, lassen sich Kommunen nun Konzepte und Lösungen einfallen. Das ist richtig und wichtig.

Zu Beginn der Pandemie wurde zu wenig an die Bedürfnisse junger Erwachsener gedacht, sie hatten monatelang keine Möglichkeit, Freunde zu treffen und unbeschwert zu sein. Man muss ihnen die Gelegenheit geben, sich unter den gegebenen Umständen der Pandemie auszuleben – so wie es die Stadt Ingolstadt jetzt vorhat. Dazu gehört aber auch, sich an die Maskenpflicht und Abstandsregeln zu halten.

Nur an die Vernunft zu appellieren, reicht nicht aus

Viel wichtiger ist aber auch die Menschen zu schützen, die sich konsequent an die Regeln halten. Denn wo sind Nachtschwärmer nach dem Wochenende? Sie gehen in die Arbeit, in die Schule, haben Kontakt zu ihren Familien. Wenn sie zuvor ausgelassen gefeiert und sich womöglich angesteckt haben, bringen sie diejenigen in Gefahr, die sich richtig verhalten haben.

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Nur an die Vernunft zu appellieren, reicht in diesen Tagen nicht aus. Das zeigt ein Beispiel aus Franken: Die Stadt Bamberg verhängte für zwei Wochen ein Alkoholverbot in einer Kneipenstraße. Sie erhoffte sich eine Einsicht der Menschen, die von dem Verbot alles andere als begeistert waren. Aber schon am Folgetag eskalierte die Lage.

Lesen Sie dazu auch: In Ingolstadt ist kontrolliertes Feiern ab Freitag erlaubt

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