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28.06.2017

Foltermord aus Eifersucht?

32-Jähriger steht vor Augsburger Landgericht

Er folterte seine Freundin und schlug sie tot: Ein 32-jähriger Leiharbeiter aus Polen hat vor dem Augsburger Landgericht gestanden, dass er für den Tod einer 33-jährigen Frau verantwortlich ist. Die Tat spielte sich im Oktober vorigen Jahres in einer Arbeiterunterkunft in Großaitingen (Kreis Augsburg) ab. Der Angeklagte war überzeugt, dass seine Freundin, die ebenfalls aus Polen stammte und hier als Leiharbeiterin tätig war, ihn mit einem anderen Mann betrügt. Allerdings hat er sich die Affäre wohl nur eingebildet. Die Ermittlungen der Polizei ergaben jedenfalls keinen Hinweis auf einen Liebhaber. In der Anklageschrift ist deshalb von einer „grundlosen“ und „grausamen“ Tat die Rede. Als der Angeklagte die Frau verprügelte, wollte er von ihr den Namen des vermeintlichen Liebhabers wissen. Zur Strafe für die angebliche Affäre rasierte er ihr zudem teilweise die Kopfhaare. Er brachte die Frau drei Stunden später in eine Klinik in Bobingen. Zu der Zeit war bei dem Opfer aber bereits der Hirntod eingetreten. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Tat als Mord. Der Angeklagte beteuert dagegen, er habe den Tod seiner Freundin nicht gewollt. (jöh)

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