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Forschungsstellen
04.03.2020

175 Bewerbungen für 50 Professuren für künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz birgt großes Potenzial. Der Freistaat Bayern richtet daher neue Forschungsstellen ein.
Foto: Axel Heimken, dpa (Symbolbild)

Wenn der Freistaat Bayern großzügig 50 neue Forschungsstellen spendiert, ist großes Interesse seitens der Hochschulen nur logisch. Eine Expertenjury entscheidet.

Großes Interesse an neuen Forschungsstellen für künstliche Intelligenz: Im Wettbewerb um 50 geplante KI-Professuren haben Bayerns Hochschulen 175 Bewerbungen eingereicht.

"Künstliche Intelligenz wird in unserer Zukunft allgegenwärtig sein. Unsere Hochschulen sind entscheidende Wegbereiter: Technologien, die heute vielleicht noch in den Kinderschuhen stecken, werden hier umfassend erforscht und entwickelt", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Die 50 KI-Professuren, die im Rahmen der Hightech Agenda Bayern zum Ausbau des KI-Netzes im Freistaat zusätzlich entstehen, "werden dieser Forschung einen weiteren, kräftigen Schub verleihen".

50 weitere KI-Lehrstühle mit festen Standorten wurden bereits verteilt

Bis Ende Februar konnten sich alle staatlichen Universitäten in Bayern, die Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie die Technischen Hochschulen und die Kunsthochschulen um die 50 neuen Forschungsstellen bewerben. Der von der Staatsregierung ausgelobte Wettbewerb sieht vor, 50 Professuren im Freistaat zu verteilen. Besonders erwünscht waren dabei gemeinsame, auch überregionale Bewerbungen.

Darüber hinaus wurden 50 weitere Lehrstühle mit festen Standorten bereits in Bayern verteilt. Das KI-Zentrum soll in München sein, dort alleine mit 22 neuen Lehrstühlen. Ein neues "KI Mission Institute" soll die gesamten KI-Aktivitäten in Bayern verzahnen. In Würzburg sind zehn, in Ingolstadt ebenfalls zehn und in Erlangen acht neue Lehrstühle geplant.

Bis Ende April entscheidet das Ministerium, welche Konzepte umgesetzt werden

Bei den eingereichten Bewerbungen und Konzepten seien alle antragsberechtigten 34 Hochschulen beteiligt. Sowohl die technologischen Schwerpunkte des KI-Netzwerks - Intelligente Robotik, Data Science, Gesundheit und Mobilität - als auch weitere Fachgebiete seien in den Bewerbungen abgebildet. Mehr als 85 Prozent der Anträge seien von mehreren Hochschulen gemeinsam gestellt worden. "Kooperationen ermöglichen es den Partnern, von dieser Expertise gegenseitig zu profitieren. So entstehen eine hohe Dynamik und wertvolle Synergieeffekte."

Eine 18-köpfige Expertenkommission wird nun die Auswahl der Hochschulen treffen. Bis Ende April wird dann das Wissenschaftsministerium entscheiden, welche Konzepte schrittweise bis zum Jahr 2023 umgesetzt werden. Die ersten KI-Professuren sollen bis zum Herbst 2020 besetzt werden. Dafür stehen 600 Millionen Euro bereit. (dpa/lby)

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