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Prozess in Nürnberg

27.07.2010

Frau schneidet sich die Pulsadern wegen Urteil auf

Wegen der Tötung ihrer früheren Schulfreundin ist eine 28-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilt worden - zu einer empfindlichen Haftstrafe. Jetzt hat sie einen Selbstmordversuch unternommen.

Kurz nach der Verurteilung zu einer mehr als 14-jährigen Haftstrafe wegen Totschlags vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat die Angeklagte am Dienstag versucht, sich das Leben zu nehmen.

Die 28-Jährige verletzte sich nach der Verhandlung in einer sogenannten Vorführzelle des Nürnberger Justizgebäudes mit einer abgebrochenen Klinge eines Einwegrasierers an den Pulsadern, wie das Oberlandesgericht mitteilte. Ein Justizbeamter entdeckte die Verletzte wenig später. Die Frau wurde von einem Notarzt versorgt und in eine Klinik gebracht. Den Angaben zufolge besteht keine Lebensgefahr. Derzeit sei noch völlig unklar, wie die Angeklagte in den Besitz der Rasierklinge gelangen konnte, teilte das Gericht weiter mit.

Wegen der Tötung ihrer früheren Schulfreundin Jessica P. war Denise R. am Vormittag zu 14 Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Richter sah es als erwiesen an, dass die Frau ihr Opfer im Juni 2008 erstochen hatte und urteilte auf Totschlag, Betrug und Urkundenfälschung. Die Staatsanwaltschaft hatte der jungen Frau Mord vorgeworfen. Sie soll die zwei Jahre jüngere zweifache Mutter getötet haben, um eine Unterschlagung von 7000 Euro vom Konto des Ehemanns ihres Opfers zu vertuschen. Jessica P. soll eine Gegenüberstellung bei der Bank gefordert haben. ddp-bay

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