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Fall Mollath

17.06.2013

Gefälschter Gerichtsbeschluss führt beinahe zu Mollath-Entlassung

Ein gefälschter Gerichtsbeschluss hat am Montag für Wirbel gesorgt. Unbekannte fälschten den Bescheid, durch den Gustl Mollath beinahe aus der Psychiatrie entlassen worden wäre.
Bild: Peter Kneffel (dpa)

Ein gefälschter Gerichtsbeschluss hat am Montag für Wirbel gesorgt. Unbekannte fälschten den Bescheid, durch den Gustl Mollath beinahe aus der Psychiatrie entlassen worden wäre.

Ein von Unbekannten gefälschter Gerichtsbeschluss hat am Montag beinahe zur Entlassung von Gustl Mollath aus der Psychiatrie geführt. Im Glauben an die Echtheit des Schreibens habe er Mollath am Montagmorgen eröffnet, er sei ab sofort frei, räumte der stellvertretende Leiter der Forensischen Klinik Bayreuth, Michael Zappe, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa ein.

Einige Beschluss-Passagen schienen "ungewöhnlich"

Da ihm jedoch einige Passagen in dem Fax "ungewöhnlich" erschienen, habe er sich telefonisch beim Landgericht Regensburg rückversichert. "Dort hat man mir dann mitgeteilt, dass der Gerichtsbeschluss eine Fälschung ist", sagte Zappe. Er habe daraufhin Mollath mitteilen müssen, dass er vorerst weiter in der Klinik bleiben müsse.

Der heute 56-jährige Mollath war 2006 als gemeingefährlich in die Psychiatrie eingewiesen worden. Unter anderem soll er seine Frau schwer misshandelt haben. Mollath sieht sich dagegen als Opfer eines Komplotts seiner früheren Ehefrau und der Justiz, weil er Schwarzgeldgeschäfte in Millionenhöhe aufgedeckt habe. Er ist seit rund sieben Jahren gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebracht. dpa/lby

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