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Schloss Elmau

27.04.2015

Gegner des G7-Gipfels planen Blockaden und Alternativ-Konferenz

In Schloss Elmau treffen sich im Juni Regierungschefs zum G7-Gipfel 2015. Etwa 10.000 Menschen wollen dagegen demonstrieren.
Bild: Stephan Jansen, dpa

Die Gipfel-Gegner stellen ihre Pläne vor. Sie haben wohl auch eine Fläche zum Zelten bei Garmisch gefunden. 10.000 Demonstranten sollen kommen - den Steuerzahler kostet das viel.

Die Gegner des Anfang Juni im bayerischen Schloss Elmau stattfindenden G7-Gipfels erwarten bis zu 10.000 Teilnehmer aus aller Welt zu den geplanten Protestveranstaltungen. Es sei "ein ganzer Blumenstrauß an Protesten" geplant, sagte Ingrid Scherf vom Bündnis "Stop G7 Elmau" nach einer Konferenz am Sonntag in München. Bei dieser Konferenz sei vereinbart worden, dass es vom Demonstrationsrecht gedeckte "Aktionen des zivilen Ungehorsams" geben werde.

Die Anwohner bei Elmau erwarten Straßensperren

Das Bündnis erwägt auch Blockaden, etwa um den Verkehr auf den Zufahrtsstraßen zu stören. Nach Angaben des Aktionsbündnisses wird den Protestierenden von einem privaten Grundstückbesitzer im Bereich von Garmisch-Partenkirchen eine Fläche für ein Protestcamp zur Verfügung gestellt. Dort sollten knapp tausend Demonstrierende Platz zum Campen finden. Die genaue Lage des Grundstücks wollten die Verantwortlichen zum Schutz des Grundstückbesitzers vorläufig noch nicht benennen.

Bisher wollte niemand den Demonstranten eine Fläche zum Zelten überlassen. Die bayerische Staatsregierung, allen voran Innenminister Joachim Herrmann hatten die Menschen in der Region wiederholt und intensiv aufgefordert, den Gegnern keine Flächen zu geben. Die Behörden wollen ein Zeltlager aber verhindern. Der Planungsstab G7 bei der bayerischen Polizei warnte, bei vergleichbaren Veranstaltungen hätten sich in solchen Camps gewaltbereite Gruppierungen formiert.

Am 7. und 8. Juni werden die Staats-und Regierungschefs der stärksten Industrienationen in Bayern beraten. Die Gegner des Treffens warfen diesen am Sonntag vor, mit ihrer Politik Kriege voranzutreiben, die Umwelt zu zerstören und zu Armut und Flucht beizutragen. Sie wollen dies mit mehreren angemeldeten Protestveranstaltungen deutlich machen. So soll es am 3. und 4. Juni in München einen "Internationalen Gipfel der Alternativen" mit Vorträgen geben.

Die Bürger zahlen Millionen für den Gipfel

Einen Tag vor dem Gipfel soll es eine Großdemonstration in Garmisch-Partenkirchen geben und am Sonntag zu Beginn des Gipfels von dort einen Sternmarsch nach Elmau. Dieser soll nach der Anmeldung der Organisatoren auch in Sichtweite von Schloss Elmau verlaufen. Die Behörden wollen nach Angaben der G-7-Gegner im Mai darüber entscheiden, ob die angemeldeten Routen zugelassen werden. Die Gegner kündigten an, bei einer Ablehnung dagegen vor Gericht zu ziehen.

Zum Schutz der G-7-Staatschefs sind 15.000 Polizisten im Einsatz. Die Kosten des Gipfels betragen 130 Millionen Euro, wovon den größte Teil laut Staatsregierung die Sicherheitsmaßnhahmen ausmachen. afp, dpa

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