Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Geheimnisverrat: Polizist kommt mit Bewährungsstrafe davon

Bayreuth

21.07.2010

Geheimnisverrat: Polizist kommt mit Bewährungsstrafe davon

Wegen Geheimnisverrats und versuchter Strafvereitelung ist ein Polizist vom Landgericht Bayreuth zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten verurteilt worden.

Wegen Geheimnisverrats und versuchter Strafvereitelung ist ein Polizist vom Landgericht Bayreuth zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten verurteilt worden.

Nach Angaben der Justiz vom Mittwoch hatte der 43-Jährige einem Verwandten eines international gesuchten Verbrechers die Fahndungsdaten aus dem Polizeicomputer verraten. Der in Italien untergetauchte Messerstecher wurde aber trotz der Warnung gefasst.

Sein Cousin hatte nämlich zuvor schon einen zweiten Beamten um Informationen gebeten. Dieser wiederum lehnte das Ansinnen ab und schaltete die zuständige Kriminalpolizei in München ein. Die Fahnder hörten schließlich die Telefonate des 37-jährigen Cousins ab und brachte die Beamten so auf die Spur des Kosovaren. Dieser wurde wegen versuchten Totschlags gesucht, weil er im Juli 1996 an einer Münchner U-Bahn-Station einen jungen Mann mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben soll.

Das Gericht setzte das Strafmaß für den Polizisten bewusst unterhalb der Grenze von zwölf Monaten fest und verhinderte somit die automatische Suspendierung des Beamten vom Dienst. Ein Disziplinarverfahren gegen den geständigen 43-Jährigen ist dagegen noch nicht abgeschlossen. Der Cousin des Messerstechers muss dagegen wegen Anstiftung zum Geheimnisverrat und Verleumdung für 14 Monate ins Gefängnis.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren