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Prozess in Augsburg

11.01.2019

Geschäftsführer des Festspielhaus Füssen nach Insolvenz vor Gericht

Schon dreimal war das Festspielhaus in Füssen insolvent.
Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Der frühere Leiter des Füssener Festspielhauses steht wegen mehrere Straftaten rund um die Pleite vor Gericht. Es geht um einen Schaden von 30.000 Euro.

Die jüngste Insolvenz des Festspielhauses in Füssen hat ein juristisches Nachspiel. Der frühere Geschäftsführer des Musicaltheaters am Forggensee muss sich wegen mehrerer Straftaten im Zusammenhang mit der Pleite am Montag vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Insolvenzantrag im Jahr 2016 Ermittlungen eingeleitet. Das Festspielhaus ist insbesondere für seine Musicalaufführungen über den "Märchenkönig" Ludwig II. bundesweit bekannt.

Geschäftsführer von Füssener Festspielhaus wegen Betrug und strafbarem Bankrott vor Gericht

Wie das Gericht berichtete, wird dem ehemaligen Theaterchef vorgeworfen, dass er wegen Zahlungsunfähigkeit eigentlich schon fast zwei Jahre früher einen Insolvenzantrag hätte stellen müssen. Danach habe er aber weiterhin Waren bestellt und Dienstleistungen in Anspruch genommen und so einen Schaden in Höhe von knapp 30.000 Euro angerichtet. Dem 72-Jährigen ist wegen mehrerer Betrugsfälle und strafbarem Bankrott angeklagt.

Das Festspielhaus wurde Ende der 1990er Jahre am Ufer des Sees mit Blick auf Schloss Neuschwanstein gebaut, um ein Musical über den legendären Bayernkönig aufzuführen. Danach kam das Haus aber immer wieder in wirtschaftliche Schwierigkeiten, drei Insolvenzverfahren folgten.

Der heutige Investor übernahm das Haus Ende 2016, seit dem darauffolgenden Jahr gibt es wieder Aufführungen. Zwar ist ein Ludwig-II.-Musical immer noch fester Bestandteil des Programms, das Festspielhaus bietet aber auch andere Theaterinszenierungen und Konzerte an. Nun soll neben dem Theatergebäude noch ein Hotel errichtet werden, um "Ludwigs Festspielhaus" wirtschaftlich zu sichern. (dpa)

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