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Goldbach
07.07.2015

Mutmaßliche Rechtsextreme stören Veranstaltung mit Claudia Roth

Eine Parteiveranstaltung der Grünen mit Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth in Goldbach ist am Montagabend offenbar von Rechtsextremen gestört worden.
Foto: Kay Nietfeld (dpa)

Eine Parteiveranstaltung der Grünen mit Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth in Goldbach ist am Montagabend offenbar von Rechtsextremen gestört worden.

Eine Parteiveranstaltung der Grünen mit der Bundestagsvizepräsidentin und Augsburger Bundestagsabgeordneten Claudia Roth in Goldbach  (Kreis Aschaffenburg) ist am Montagabend offenbar von Rechtsextremen gestört worden.

Wie die Polizei mitteilte, hatten zu Beginn der Veranstaltung vier bislang unbekannte Personen ein Transparent mit rechten Parolen entrollt. Als die Männer daraufhin von den Ordnern der Veranstaltung aufgefordert wurden, den Saal des katholischen Effata-Pfarrheims zu verlassen, kam es zu einer Rangelei. Einige der rund 200 Besucher der Veranstaltung zum Thema "Flüchtlinge und Asyl" riefen den Störern daraufhin "Nazis raus" zu.

Ein Video auf der Internetseite der Aschaffenburger Tageszeitung "Main-Echo" zeigt, wie einer der vier bislang Unbekannten unvermittelt einem der Ordner mit der Faust ins Gesicht schlägt. Die Kamera folgt den Störern bis zur Saaltür, dort dreht sich einer der Störer um und sagt: "Der Widerstand gegen den grünen Terror wird sich nicht auf Dauer unterdrücken lassen - den Gender- und Zuwanderungsterror."

Main-Echo: Störer waren Anhänger der NPD

Bei dem Gesprächsabend sollte es auch um das Vorhaben der Gemeinde gehen, am Kugelberg für bis zu 60 Flüchtlinge eine neue Unterkunft zu errichten - dies hatte bereits in der Vergangenheit für Streit gesorgt.

Das "Main-Echo" berichtet auf seiner Facebook-Seite, bei den vier Männern handle es sich um Anhänger der rechtsextremen NPD. Ein Polizeisprecher sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd) jedoch, man habe noch keine Erkenntnisse zur Identität der Störer. Der Vorfall habe sich gegen 19.50 Uhr ereignet, als die Polizei fünf Minuten später eingetroffen sei, habe man die vier Männer nicht mehr angetroffen.

Die Bundestagsvizepräsidentin nahm wenige Minuten nach dem Vorfall ihre kurz zuvor begonnene Rede wieder auf. epd

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