Newsticker

Corona-Zahlen in Deutschland: Rund 11.000 Neuinfektionen gemeldet
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Gottesdienste sollten in Corona-Krise nicht mehr verboten werden

Gottesdienste sollten in Corona-Krise nicht mehr verboten werden

Kommentar Von Daniel Wirsching
28.08.2020

Corona zum Trotz: Warum es zu einem Gottesdienstverbot wie an Ostern nicht nochmals kommen darf.

Weihnachten fällt auch in diesem Corona-Krisenjahr nicht aus, das ist sicher wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist, ob Priester vor vollen oder leeren Kirchenbänken sprechen dürfen. Kirchenverantwortliche sollten alles daran setzen, erneute Gottesdienstverbote zu vermeiden.

Denn wie von einem erneuten flächendeckenden Lockdown würde davon ein verheerendes Signal ausgehen – eines der Hoffnungslosigkeit. Und das zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, Versöhnung und Hoffnung? Soweit wie an Ostern darf es nicht nochmals kommen. Muss es auch nicht: Inzwischen gibt es Erfahrungen mit der Eindämmung der Pandemie und bewährte Schutzkonzepte.

 

Dieses Weihnachten ist eine Chance: Was will Kirche eigentlich sein?

So oder so wird dieses Weihnachten anders. Es wird Klerikern wie Gläubigen einiges abverlangen. Für Kirchenverantwortliche bietet das erzwungene Abweichen von vertrauten Abläufen dabei die Chance zu demonstrieren, was Kirche eigentlich ist und sein will. Und das ist gewiss nicht eine Organisation, die einen Skandal an den nächsten reiht … Wenn sie etwas aus dem bisherigen Verlauf der Corona-Krise gelernt haben sollten, dann doch das: Sie müssen aktiver werden, müssen hin zu den Menschen, nicht nur zu ihren mehr oder minder gläubigen Mitgliedern. Ganz besonders müssen sie an diesem Weihnachten – so gut es geht – für die da sein, die es noch schwerer haben als ohnehin: Alte, Kranke, Einsame.

Die Corona-Krise hat Risse in der Gesellschaft sichtbar gemacht und vertieft. Weihnachten ist Zeit für ein Innehalten. Die Kirchen können es befördern – in Gottesdiensten und auf viele andere Arten. Sie werden gebraucht.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

31.08.2020

Es ist schwer durchzusetzen weil dann Befürworter von anderen Veranstaltungen wie Kultur, Sport ,usw.sich dann zu recht benachteiligt
fühlen. Korona macht auch keinen Unterschied welche Art von Veranstaltung es ist. Es gäbe vielleicht eine Möglichkeit dass man die Messe im Freien feiert aber auch da mit Mundschutz und Sicherheits abstand .aber zuerst muss man warten wie die Sache sich entwickelt und welche Sicherheitsmaßnahmen nötig sind.

Permalink
29.08.2020

Unsinn! Wenn, dann dürften gleichartige Veranstaltungen auch nicht verboten werden. Bei Menschenansammlungen, mit oder ohne Abstand, mit oder ohne Vermummung, ist es grundsätzlich egal was auf der Bühne geboten wird.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren