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Sicherheit

21.01.2019

Grenzpolizei in Bayern hat bisher 37 Schleuser gefasst

Die Beamten der Bayerischen Grenzpolizei sind seit Juli 2018 im Einsatz. In vier Jahren sollen schon 1000 Grenzer im Einsatz sein.
Bild: L. Mirgeler, dpa (Archiv)

Vor einem halben Jahr hat die Bayerische Grenzpolizei ihren Dienst aufgenommen. Nun will Innenminister Herrmann das Personal sogar verdoppeln.

Einsätze wegen illegaler Migration spielen im Arbeitsalltag der neuen bayerischen Grenzpolizei nur eine untergeordnete Rolle. Seit ihrer Gründung vor einem halben Jahr hat die Polizeieinheit bei 196 eigenständigen Kontrollen direkt an der deutsch-österreichischen Grenze nur 15 Personen wegen ausländerrechtlicher Delikte aufgegriffen. Fünf von ihnen seien nach Angaben der Bundespolizei wieder direkt zurückgewiesen worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in München.

Laut Halbjahresstatistik wurden darüber hinaus bis Ende Dezember 37 Schleuser gefasst und 696 unerlaubte Einreisen festgestellt. Diese Aufgriffe durch Schleierfahndungen im Grenzhinterland liegen etwa in derselben Größenordnung wie im Vergleichszeitraum 2017 vor der Gründung der Grenzpolizei. Damals wurden 50 Schleuser und 777 unerlaubte Einreisen registriert.

Seit Juli 2018 gibt es rund 500 Grenzpolizisten in Bayern

"Die bayerische Grenzpolizei macht Bayern und Deutschland sicherer", sagte Herrmann. Dies gelte insbesondere, solange die EU-Außengrenzen nicht hinreichend geschützt seien. Statistisch untermauern konnte Herrmann die Behauptung, dass Straftäter von außerhalb der EU eine besondere Bedrohung ausmachten, aber nicht. Wie viele der aufgegriffenen Straftäter an der bayerischen Grenze außerhalb der EU kamen, sei in der Bilanz nicht erfasst worden.

Insgesamt verzeichnete die Grenzpolizei bisher rund 12.500 Straftaten, Verkehrsdelikte und Fahndungstreffer - ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2017. Seit Juli 2018 gibt es rund 500 Grenzpolizisten in Bayern; die Beamten waren zuvor bereits im Grenzgebiet als Schleierfahnder im Einsatz. Zudem wurden 2018 rund 14 Millionen Euro für die technische Ausstattung investiert, etwa in Drohnen und digitale Finderabdruck-Kontrollsysteme in den Einsatzfahrzeugen.

Staatsregierung will Personal der Grenzpolizei verdoppeln

Bis 2023 will die Staatsregierung das Personal der bayerischen Grenzpolizei verdoppeln und die Ausrüstung modernisieren. Jedes Jahr sollen 100 Beamte zusätzlich eingestellt werden, die ersten 100 würden zum 1. März den Dienststellen zugeteilt, kündigte Herrmann an. Er bewertete die Grenzpolizei als vollen Erfolg. Die CSU hatte die neue Polizeieinheit vor allem mit dem Schutz vor illegaler Einreise und der geplanten direkten Zurückweisung an der Grenze begründet. In den sinkenden Zuwanderungszahlen zeige sich eine abschreckende Wirkung.

Bayerns Grenzpolizisten befassen sich primär mit der sogenannten Schleierfahndung. Sie kontrollieren also auf den Hauptverkehrsstrecken aus dem Ausland und ins Ausland Reisende ohne konkreten Verdacht. Eine Vereinbarung zwischen Bund und Freistaat sieht vor, dass sie Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze durchführen dürfen, aber nur mit Erlaubnis oder auf Anforderung des Bundes. Unabhängig kann die Grenzpolizei nicht agieren.

"Etikettenschwindel": SPD und Grüne kritisieren die Grenzpolizei

Unter den 12.500 Aufgriffen in der zweiten Jahreshälfte waren den Angaben zufolge 6140 Fahndungstreffer, das heißt etwa Festnahmen von per Haftbefehl gesuchten Personen, 2279 Verkehrsdelikte, 1578 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, 917 Urkundendelikte und 509 Waffen- oder Sprengstoffdelikte.

SPD und Grüne im Landtag kritisierten die Grenzpolizei als Etikettenschwindel. "Jetzt hübscht man die magere Bilanz mit Zahlen der auch früher schon praktizierten Schleierfahndung auf. Hierfür hätte es aber die Umfirmierung zur Grenzpolizei nicht gebraucht", sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze. (dpa/lby)

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21.01.2019

Und es geht weiter zurück in die Vergangenheit mit der CSU.

Was soll dieser scheiß? Genau so hirnlos wie die ganzen leerstehenden Erstunterkünfte kostet das einen Haufen Geld,
dass an anderer Stelle viel sinnvoller eingesetzt werden könnte. Mittlerweile hat doch jeder mitbekommen dass diese Panik-Mache nur Wahlkampf gerede war.

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20.01.2019

>> Grenzpolizei hat 1750 Straftaten angezeigt - aber wenig Flüchtlinge aufgegriffen <<

Was soll diese Abschnitts-Überschrift? Hier soll mit einer klar politsich motivierten Formulierung ein Mißerfolg suggeriert werden.

Die Bundesregierung hat der bay. Grenzpolizei eine Zurückweisung von Asylbewerbern nicht gestattet.

Das sog. "Aufgreifen" ist praktisch nichts weiter wie die Feststellung, dass die Person meist über keine Papiere verfügt und die anschließende Übergabe an die nächste BAMF Aufnahmestelle.

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