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Verkehr

14.02.2018

Grippewelle bremst die Deutsche Bahn aus

Warten oder umplanen heißt es derzeit für viele Reisende in der Region: Aufgrund der Grippewelle fallen einige Züge aus.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Die Grippewelle trifft die Deutsche Bahn hart. In der Region standen bereits am Wochenende einige Züge still. Zwischen Ulm und Aalen fährt bis Sonntag kein Regio-Express.

Wer derzeit mit der Deutschen Bahn fahren möchte, liest häufig: „Dieser Zug fällt heute aus.“ Die Grippe breitet sich in der Region weiter aus und fesselt viele Menschen ans Bett. Dabei fegt sie so manches Büro im Freistaat ungewöhnlich leer. Davon betroffen sind auch immer mehr Fahrerkabinen in den Zügen der Deutschen Bahn.

Bereits am Wochenende hatten Reisende auf der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Bobingen Pech: Insgesamt elf Verbindungen mussten aufgrund kurzfristiger Krankmeldungen von Lokführern gestrichen werden.

Auch Lokführer im Bereich Allgäu-Schwaben melden sich krank

Die Bahn bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass die aktuelle Grippewelle „auch einige Triebfahrzeugführer im Bereich Allgäu-Schwaben ereilt hat“. Allerdings handele es sich um vereinzelte Fälle. Eine Sprecherin sagte zu den Ausfällen: „Wir bedauern dies und bitten die Reisenden um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.“

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Wie viele Verbindungen bisher genau ausgefallen sind, konnte die Bahn nicht beantworten. Jedoch sei es bei einzelnen Zügen nicht gelungen, Ersatz zu finden. „Wenn sich ein Lokführer kurzfristig krankmeldet, versuchen wir, über die Schichtplanung schnell Ersatz zu bekommen“, sagte eine Sprecherin der Bahn.

Gelingt dies nicht, bemühe sich das Unternehmen, einen Busersatzverkehr anzubieten. „Das gestaltet sich häufig schwierig, weil die Busse an Schulen eingesetzt werden“, erklärte die Sprecherin. Ein Umstand, der dank der Faschingsferien nicht zutrifft.

In Ulm fallen bis zum Wochenende Züge aus

Wie lange sich Fahrgäste noch auf mögliche Ausfälle und Planänderungen einstellen müssen, darauf wollte sich die Bahn gestern nicht festlegen: „Das wäre der berühmte Blick in die Glaskugel. Aber wir gehen derzeit davon aus, dass wir das Problem im Griff haben.“

Noch problematischer stellt sich die Situation rund um Ulm dar: Nachdem dort ebenfalls am vergangenen Wochenende Züge ausgefallen waren, fährt bis einschließlich Sonntag zwischen Ulm und Aalen kein Interregio-Express. Zudem entfallen täglich ab 9 Uhr alle Regionalbahnen auf der Strecke von Ulm nach Biberach. Reisende müssen auf andere Züge und Busse ausweichen. Die Deutsche Bahn bestätigte, dass aktuell doppelt so viele Lokführer krank seien wie im normalen Jahresdurchschnitt. Daher sei ein Ersatz der fehlenden Mitarbeiter nicht möglich. (mit dpa)

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