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Häusliche Gewalt
03.03.2021

Aichach-Friedberg, Günzburg, Dillingen: Warum nicht jeder Kreis ein Frauenhaus hat

In Frauenhäusern finden Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, einen sicheren Zufluchtsort.
Foto: Ina Fassbender, dpa, AZ-Infografik (Symbol)

Plus Etwa jeder dritten Frau widerfährt irgendwann Gewalt, unabhängig von Alter, Schicht und Beruf. Doch Frauenhäuser gibt es oft nur in Städten, nicht auf dem Land. Ist das ein Problem?

Eigentlich gibt es eine ganz klare Regelung, der Deutschland zugestimmt hat: Auf 10.000 Einwohner sollte ein Platz in einem Frauenhaus kommen. So steht es in der Istanbul Konvention. Einem Vertrag, der regelt, wie Frauen und Mädchen vor Gewalt geschützt werden sollen und der in Deutschland geltendes Recht ist. Für den Regierungsbezirk Schwaben mit seinen 1.899.442 Einwohnern hieße das, es müsste 190 Frauenhausplätze geben. Eine Empfehlung des Europarats geht sogar noch weiter. Dort heißt es, dass pro 7500 Einwohner ein Platz im Frauenhaus vorhanden sein sollte. Macht für Schwaben 253 Plätze. Doch in Schwaben gibt es keine 190 oder 253 Frauenhausplätze, sondern etwas über 50. In manchen Landkreisen gibt es gar keine Frauenhäuser. Heißt das, Schwaben ist unterversorgt?

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