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Coronavirus

14.03.2020

Häusliche Quarantäne: Ist Gassigehen mit dem Hund erlaubt?

Gassigehen ist in Corona-Quarantäne nicht möglich.
Bild: Schuldt, dpa

Plus In Quarantäne kommen auf Tierhalter Probleme zu. Ist genug Futter im Haus und bekommt der Hund genug Auslauf? Was Tierhalter in dieser Zeit beachten sollen.

Mit der Angst vor dem Coronavirus wächst auch die Sorge um die Haustiere. Denn wenn Herrchen oder Frauchen infiziert ist und deshalb zwei Wochen nicht vor die Haustüre darf, beeinflusst das freilich auch das Leben des Tieres. Ist genügend Futter im Haus? Gibt es, wenn nötig, noch genug Auslauf?

Beim Thema Versorgung sieht Detlev Nolte, Pressesprecher beim Industrieverband Heimtierbedarf (IVH), keine Probleme. „Ein Haustier ist üblicherweise ein Familienmitglied. Da gehört das Besorgen von Tierfutter genauso zum Wocheneinkauf wie andere Lebensmittel“, sagt er. Gerade Trockenfutter ließe sich gut lagern und hat ein langes Haltbarkeitsdatum von bis zu zwei Jahren, sagt Nolte. Wie viel Futter man zu Hause horten sollte, hängt immer vom Tier ab. Laut Experten sollten Hunde täglich etwa drei Prozent ihres Körpergewichts zu sich nehmen. Heißt beispielsweise: Ein Vierbeiner, der 15 Kilo wiegt, braucht pro Tag knapp 400 Gramm Futter.

Coronavirus: Gassigehen ist in Quarantäne nicht möglich

Komplizierter wird es beim Gassigehen mit dem Hund. Inge Baier betreibt in Aichach eine Hundepension und betreut da bis zu zehn Hunde gleichzeitig. Sie hält es auf dem Land für wenig problematisch, trotz Corona mit dem Hund vor die Tür zu gehen. „In der Prärie begegnet man nicht so vielen Menschen“, sagt sie. Das sehen die offiziellen Stellen anders. Wer unter Quarantäne steht, darf ohne ausdrückliche Zustimmung des zuständigen Gesundheitsamtes die eigenen vier Wände nicht verlassen. Kontakte zu Personen außerhalb des Haushaltes sind untersagt. Für Tiere werden zunächst keine zwingenden Maßnahmen wie die Absonderung, Trennung oder Quarantäne empfohlen, betont Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Häusliche Quarantäne: Ist Gassigehen mit dem Hund erlaubt?

Zur Not, sagt Baier, könne ein Hund auch mal zwei Wochen mit weniger Bewegung auskommen. „Das ist zwar für das Tier keine schöne Situation, wäre aber nicht tragisch.“ Da würde es dann reichen, den Hund in den Garten zu lassen, damit es sein Geschäft verrichten kann. Die erfahrene Sitterin spürt die Auswirkungen des Coronavirus auch. Einige Hundebesitzer hätten ihre Reservierungen mittlerweile zurückgezogen, weil sie ihren Urlaub absagen mussten, berichtet Baier.

Aktuelle Entwicklungen zum Coronavirus finden Sie immer auch hier in unserem Live-Blog.

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