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Glosse

07.11.2019

Heikle Mission: So schlug sich Hubert Aiwanger in China

Bodenständig und bayerisch: So zeigt sich Hubert Aiwanger gerne. In China war nun der Staatsmann in ihm gefragt.
Bild: Felix Hörhager, dpa

Hubert Aiwanger, der bayerischste aller bayerischen Minister, ist am liebsten zu Hause. Doch nun musste er nach Fernost. Eine Reise mit Überraschungen.

Zur Erinnerung ein paar Fakten über den bayerischsten aller bayerischen Minister, das ist wichtig für diese Geschichte. Dahoam auf seinem Bauernhof in Rahstorf (Niederbayern), genauer gesagt viel dahoam; in fremden Betten, sagt er, schläft er nicht gerne, auch nicht urlaubsweise, „ich bleibe lieber zu Hause und gehe im Wald spazieren“. Letzteres hat „da Aiwangerhubert“ (Original-Sound seiner heimatlichen Wähler) gerade dem Bayerischen Rundfunk in China gesagt. China?

In China bewegt sich Wirtschaftsminister Aiwanger auf schwierigem Terrain

Entfernung Rahstorf–Shanghai: 8700 Kilometer. Sehr fremdes Bett, sehr schwieriges diplomatisches Terrain. Ein kritischer Beobachter löst da gleich Fettnäpfchen-Alarm aus, der Politiker formuliert ja doch mal etwas salopper. Zumal „da Aiwangerhubert“ diesmal als Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident, unterwegs ist, im Schlepptau eine veritable Wirtschaftsdelegation. Also: Wie is er so?

Erst mal lässig. Über die Gastgeber sagt er: „So groß sind die kulturellen Unterschiede nicht.“ Okay, in Sachen Menschenrechte („Ich muss nicht die Chinesen bei jedem Gespräch mit solchen Dingen konfrontieren“) ist Luft nach oben. Ansonsten aber: so strategisch-zurückhaltend, dass selbst die mitgereiste Grünen-Abgeordnete Barbara Fuchs sagt, er mache das „ganz gut“.

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Hubert Aiwanger trinkt „einen kleinen Löffel“ Rotwein in China

Aiwanger trinkt aus Höflichkeit Rotwein („nur ein kleiner Löffel voll“), wo er sonst Alkohol verschmäht. Sagt sogar: „Wenn es der Sache dient, bin ich mindestens so gerne in China wie zu Hause auf dem Sofa.“ Ist das der Aiwanger? Als am Mittwoch ein Münchner Bläser-Trio aufspielt, sind sie dann doch da, die Heimatgefühle: „Das erinnert mich daran, dass es in zwei Tagen zu Ende ist und ich wieder in meine bayerische Heimat zurückdarf.“

Lesen Sie dazu auch: Ein Jahr Bayern-Koalition: Was funktioniert, was nicht?

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