Newsticker
Koalitionsverhandlungen von SPD, FDP und Grünen sollen Donnerstagnachmittag starten
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Hochwasser in Bayern: Versicherer richten Krisenstäbe für Betroffene in den Hochwassergebieten ein

Hochwasser in Bayern
03.06.2013

Versicherer richten Krisenstäbe für Betroffene in den Hochwassergebieten ein

Überflutet sind weite Teile und Autobahn A 8 nahe der Ortschaft Kolbermoor (Bayern).
3 Bilder
Überflutet sind weite Teile und Autobahn A 8 nahe der Ortschaft Kolbermoor (Bayern).
Foto: Peter Kneffel (dpa)

Weil in den Überschwemmungsgebieten noch keine Entspannung in Sicht ist und Wasser in zahlreichen Wohnungen Schäden angerichtet hat, richten Versicherer nun Krisenstäbe ein.

In den  Überschwemmungsgebieten ist immer noch keine Entspannung in Sicht. Auch heute hat der Deutsche Wetterdienst noch weitere Regenfälle vorausgesagt. Von den Wassermassen betroffen sind vor allem viele Regionen in Bayern, Sachsen und Thüringen. „Um die Menschen in den Hochwasserregionen jetzt mit Rat und Tat zu unterstützen, haben Versicherungen in Sachsen, Bayern und Thüringen Krisenstäbe eingerichtet", sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Man wolle schnell und unkompliziert die Schäden beseitigen und diese reguliert, wenn Versicherungsschutz gegen Überschwemmung und Starkregen bestehe.

Mieter und Hausbesitzer, die Opfer der Fluten wurden, sollen sich möglichst schnell mit ihrem Versicherer in Verbindung setzen, um zu klären, was als Nächstes zu tun ist. Hierfür stehen Hotlines bei den Versicherern zur Verfügung. Fragen zum Thema Versicherungsschutz vor Überschwemmung und Hochwasser beantwortet der Verbraucherservice des GDV unter der kostenfreien Beratungshotline: 0800/3399399.

32 Prozent der Deutschen sind gegen Hochwasser versichert

Gemeinsam mit der Politik führt die Versicherungswirtschaft in fünf Bundesländern seit Längerem Aufklärungskampagnen durch – darunter auch in den jetzt betroffenen Regionen Bayern und Sachsen. Ziel sei es, die Menschen auf die Hochwassergefahr aufmerksam zu machen und sie über den notwendigen Versicherungsschutz aufzuklären. Im Bundesdurchschnitt besitzen inzwischen 32 Prozent der Haushalte eine Elementarschadenversicherung. „Viele Menschen haben die Notwendigkeit dieses finanziellen Schutzes erkannt und sich in den letzten Jahren versichert. Aber es sind noch zu Wenige. Über 99 Prozent aller Haushalte in Deutschland können wir problemlos gegen Hochwasser und Überschwemmung versichern“, so von Fürstenwerth. Auch in hochgefährdeten Gebieten kann in vielen Fällen Versicherungsschutz gewährt werden, nachdem der Versicherer sich das Gebäude angesehen und eine individuelle Risikoprüfung durchgeführt hat.

Was ist eine Elementarschadenversicherung?

Die Elementarschadenversicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Naturereignissen, wie Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbrüchen. Sie wird als optionaler Zusatzbaustein zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung angeboten. Immer mehr Versicherer gehen hier einen Schritt weiter: Sie bieten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung inklusive der Elementarschadenversicherung an. AZ

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.