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Heuschnupfen

26.06.2019

Hoffnung für Allergiker: Polleninformationsnetzwerk startet

Hatschi! Die Pollenflug-Saison ist für viele Allergiker eine echte Qual. Ein neues Informationsnetzwerk soll Informationen über die Intensität sammeln.
Bild: Christin Klose, dpa

Verlässlich wissen, welche Pollen wann und wo fliegen: im Freistaat gibt es seit Mittwoch Echtzeit-Informationen zum Pollenflug. Auch in der Region wird gemessen.

Der düstere, graue Himmel, der in den vergangenen Tagen so schwer und drückend wie ein nasses Handtuch über dem Freistaat hing, kann über eines nicht hinwegtäuschen: Es blüht und grünt. Und es juckt. In den Augen, in der Nase, im Hals. Für Allergiker ist jetzt Hochsaison. Doch sie können nun – im wahrsten Sinne des Wortes – ein wenig aufatmen. Denn in Bayern gibt es jetzt ein elektronisches Polleninformationsnetzwerk – kurz ePIN.

Die Vorteile, die sich daraus ergeben, sind die: Informationen zum Pollenflug können nun in Echtzeit abgerufen werden. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) spricht von einer „neuen Ära“ für Pollenallergiker. „Denn nur wer weiß, welche Pollen wann und wo fliegen, kann wichtige Vorsorgemaßnahmen ergreifen und auch seine Medikamente zielgenau einnehmen“, sagt Huml.

Alle drei Stunden werden die Daten im Polleninformationsnetzwerk aktualisiert

Jeder Bürger kann die aktuelle Pollenbelastung in Bayern von nun an regional- und pollenspezifisch im Internet abrufen. Alle drei Stunden werden die Daten aktualisiert. Möglich wird das nach Informationen des Gesundheitsministeriums mithilfe von acht elektronischen Pollenmonitoren, die im Freistaat errichtet wurden. Die Messstationen stehen in Garmisch-Partenkirchen, Altötting, Marktheidenfeld, Viechtach, München, Feucht, Hof und Mindelheim im Unterallgäu.

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Einem Entwickler des ePIN zufolge ist das Pollenmessnetz das weltweit erste automatische. Auch der Deutsche Allergie- und Asthmabund bestätigt, dass Bayern deutschlandweit Vorreiter ist. Bisher würden die Pollen nur alle fünf Tage von Hand gezählt, sagt der Direktor des Zentrums Allergie und Umwelt der Technischen Universität München, Carsten Schmidt-Weber. Das neue System bezeichnete er als „Meilenstein“.

Profitieren werden von diesem Meilenstein die mehr als zwei Millionen Menschen, die in Bayern von einer Allergie und von Überempfindlichkeitsreaktionen betroffen sind. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hat etwa die Hälfte davon eine Pollenallergie – und etwas über eine halbe Million Menschen im Freistaat seien von Asthma bronchiale betroffen. (mit dpa)

Die aktuelle Pollenbelastung kann online unter www.epin.bayern.de abgerufen werden.

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