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Memmingerberg

10.06.2019

"Ikarus"-Festival stellt neuen Besucher-Rekord auf

In der „Forest Stage“ tanzen die Ikarus-Besucher zwischen Fichten und Tannen zu elektrischen Klängen.
Bild: Peter Hausner

50.000 Menschen feiern beim „Ikarus“ in Memmingerberg, ein neuer Rekord. Viele Besucher von „Rock im Park“ in Nürnberg dagegen waren am Wochenende stinksauer.

Was zieht tausende von jungen Menschen einmal im Jahr ins Unterallgäu? Die bekannten Namen von Stars wie Paul Kalkbrenner und Lost Frequencies? Die Auftritte von Szene-Größen wie Pappenheimer und Sam Paganini? Oder einfach die Aussicht, bei Sonnenschein ein kühles Bier auf dem Festival-Campingplatz trinken zu können? Fest steht jedenfalls: 50.000 Menschen kamen laut Veranstalter am Pfingstwochenende auf das Ikarus-Festival in Memmingerberg im Unterallgäu.

Auf dem Ikarus spielen etwa 100 Künstler auf sechs Bühnen. Die größte ist die Olymp Stage. Tausende von tanzenden Füßen haben das Gras vor der Bühne niedergetrampelt. Beim Auftritt von Headliner Paul Kalkbrenner am Samstagabend wirbelt Staub durch die Luft, während die Sonne langsam untergeht. „Die Hauptbühne ist besonders geil, weil der sandige Boden so geil zum tanzen ist“, sagt der 28-jährige Sam aus Füssen.

Eineinhalb Stunden lang spielte Frederic Stunkel auf der Onos-Stage. Der Ulmer ist unter anderem schon auf dem Nature One im Hunsrück aufgetreten. Was das Ikarus ausmacht? „Hier fühlt man sich einfach wohl. Da steckt Stil und Qualität dahinter: Das Konzept passt einfach vom Eingang bis zum Klo – überall Ikarus-Vibes“, sagt er.

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Wummernde Bässe gehören zum Ikarus-Festival dazu.
Bild: Benedikt Siegert (Archiv)

Neben der Onos-Stage führt ein etwa drei Meter breiter Gang in ein kleines Wäldchen hinein. Der Boden ist mit Hackschnitzeln bedeckt. Die Besucher laufen durch mehrere Holzbögen tiefer in den Wald hinein. Ein Ordner passt auf, dass dort keiner eine Zigarette raucht. Der Gang endet. Zwischen Tannen und Fichten tanzen junge Menschen vor einer handgezimmerten und verwinkelten Holzbühne, die ein junges Künstler- und Handwerkerkollektiv gebaut hat. Lila und blaue Lichtkegel wandern zwischen den Ästen hin und her, weißer Rauch steigt vom Boden auf und verwandelt das Waldstück in einen geradezu mystischen Ort. Die „Forest Stage“ gibt es heuer zum zweiten Mal und sie ist der absolute Publikumsliebling auf dem Festival.

Zu wenige Klos: "Rock im Park" erlebt "Shitstorm"

Weniger reibungslos verlief das Festival „Rock im Park“ in Nürnberg. Nicht nur, dass zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes nach einem gewalttätigen Zwischenfall festgenommen wurden und einem Rollstuhlfahrer gleich zum Start der Rollstuhl geklaut wurde, es gab auch einen Shitstorm: Die Besucher schimpften über zu wenige Toiletten. Weil zahlreiche Klos und Duschen ausfielen, mussten die Veranstalter kurzfristig Chemie-Toiletten nachbestellen.

Die Sache mit dem "Geschäft" ist auch dieses Jahr ein großes Problem bei Rock im Park. In den sozialen Netzen beschweren sich aufgebrachte Festivalbesucher über die katastrophalen Zustände.
Bild: Daniel Karmann, dpa/lby (Archivbild)

250 wurden „aus ganz Deutschland“ geliefert. In sozialen Netzwerken machten die Rockfans ihrem Ärger Luft, bezeichneten die Situation als Unverschämtheit und posteten sehr unschöne Bilder völlig verstopfter Schüsseln. Ein verärgerter Besucher startete sogar eine Online-Petition, in der er eine Rückerstattung eines erheblichen Teils der Ticketpreise forderte. (mit dpa)

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