Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Investition am Uniklinikum Ulm: Für 230 Millionen Euro entsteht eine neue Chirurgie

Investition am Uniklinikum Ulm

Für 230 Millionen Euro entsteht eine neue Chirurgie

    • |
    So soll die neue chirurgische Abteilung im Ulmer Klinikum aussehen.
    So soll die neue chirurgische Abteilung im Ulmer Klinikum aussehen.

    Von Michael Ruddigkeit Ulm - Der Neubau der

    Davon trägt das Land 85 Millionen Euro, den Rest zahlt das Klinikum. "Wir sind stolz darauf, dass wir ein solches Großprojekt stemmen können", sagte der Leitende Ärztliche Direktor Prof. Reinhard Marre gestern bei der Grundsteinlegung. Das Uniklinikum muss dafür einen Kredit aufnehmen. Doch durch Synergieeffekte und zusätzliche Erlöse soll sich die Investition langfristig bezahlt machen.

    Die neue Chirurgie entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zentrum für Innere Medizin. Bislang sind die beiden großen Abteilungen räumlich voneinander getrennt. Die

    Die Medizinische Klinik befindet sich auf dem Campus neben der Uni auf dem Oberen Eselsberg. Schon vor 20 Jahren war angedacht, die beiden Bereiche zusammenzuführen. Jetzt ist das Projekt auf den Weg gebracht. Davon sollen vor allem die Patienten profitieren, die aus einem Einzugsgebiet von Aalen bis zum Bodensee und bis weit ins Bayerische hinein ins Ulmer Uniklinikum kommen. 40.000 Patienten werden hier jedes Jahr stationär behandelt.

    "Ulm erhält mit der neuen Chirurgie ein modernes Zentrum der medizinischen Spitzenversorgung", sagte Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). "Auch für Lehre und Forschung wird der Neubau eine Stärkung bringen."

    Bei der Finanzierung der Einrichtung der Chirurgie, deren Kosten auf etwa 40 Millionen Euro veranschlagt werden, sagte Oettinger am Donnerstag seine Unterstützung zu. "Das Land ist in der Pflicht, bei der Ausstattung das Wesentliche zu finanzieren", sagte der Ministerpräsident. Bis zum Donnerstag war noch völlig unklar, wie stark sich das Land an diesen Kosten beteiligt.

    "Der heutige Tag ist ein Meilenstein in der Entwicklung des Universitätsklinikums", sagte Marre. Und auch der gesamte Obere Eselsberg werde sich nachhaltig städtebaulich verändern.

    Dort befinden sich neben der Universität, dem Klinikum und der Hochschule auch das Bundeswehrkrankenhaus und das Rehabilitationskrankenhaus Ulm sowie zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen. "Bereits jetzt ist erkennbar: Neben einer Wissenschaftsstadt entsteht die Gesundheitsstadt", sagte Marre. "In diesem Umfeld gedeihen Firmen mit hohem Innovationspotenzial."

    Weitere Angebote sowohl für Patienten als auch für Mitarbeiter sollen in den nächsten Jahren aufgebaut werden. Dazu gehören ein Hotel, Kinderkrippenplätze, ein Kindergarten, Banken, eine Sparkasse sowie ein Einkaufszentrum.

    Diskutieren Sie mit
    0 Kommentare
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden