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München

20.11.2019

Israelisches Restaurant und jüdisches Denkmal beschädigt

Unbekannte haben in München ein Mahnmal beschädigt und die Scheiben eines Restaurants eingeworfen. Stecken Rechtsextreme hinter den Taten?

In München haben sich seit Anfang der Woche zwei mutmaßlich antisemitisch motivierte Taten ereignet. Wie die Polizei mitteilt, beschädigten bislang unbekannte Täter zwischen Montagabend und Dienstagmittag ein Erinnerungszeichen zum Gedenken an die erste Deportation von Münchner Juden am 20. November 1941. Das Mahnmal in der Clemensstraße 41 in Schwabing wurde erst am Mittwoch unmittelbar nach der Tat offiziell übergeben. Es erinnert nach Angaben der Stadt München an Dr. Michael Strich, der bis zur Zwangsenteignung im Jahr 1939 in der Clemensstraße 41 lebte. Strich wurde 1941 in Litauen ermordet.

Die Unbekannten entnahmen Steine und beschmierten das Erinnerungszeichen mit Farbe. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von mehreren Hundert Euro.

Eine zweite Tat ereignete sich am frühen Mittwochmorgen. Gegen 3.15 Uhr rief eine Anwohnerin aus der Rosenheimer Straße in Haidhausen die Polizei, weil sie gehört hatte, dass eine Verglasung zerbrochen war. Die Polizei stellte vor Ort fest, dass die Frontverglasung sowie die Beleuchtungseinrichtung eines jüdischen Restaurants beschädigt worden war. Offenbar hatten Unbekannte die Scheibe mit Steinen eingeworfen. Es entstand dadurch ein Sachschaden von mehreren Hundert Euro.

Das Kriminalkommissariat 44, das für politisch motivierte Kriminalität von rechts zuständig ist, hat in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen.

Die Polizei sucht nun Zeugen. Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich mit dem Kriminalfachdezernat 4, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. (AZ)

Hören Sie auch unseren Podcast mit Barbara Staudinger, Leiterin des Jüdischen Museums in Augsburg:

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