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"Petri Heil"

17.02.2016

Ist wegen Frauke Petry der Anglergruß in Gefahr?

Petri Heil: Der Anglergruß soll Fangglück bringen. Ausgesprochen wird der Gruß genauso wie AfD-Chefin Frauke Petry. Gibt es da ein Problem? (Symbol)
Bild: Wajan/Fotolia

Petri Heil: Seit jeher begegnen sich Angler mit diesem Gruß. Hat die Debatte um AfD-Chefin Frauke Petry, die gleich ausgesprochen wird, Auswirkungen auf die Angler?

Begegnen sich zwei Angler am Gewässer, heißt es Petri Heil. Der Gruß der Angler und Fischer wird schon in der Bibel erwähnt. Er soll Fangglück bringen. Petri ist dabei die Genitivform des Apostel Petrus, dem Schutzpatron der Fischer.

Wenn jemand, der sich mit der Anglerszene nicht auskennt, in diesem Tagen Petri Heil hört, könnte er den Gruß falsch einschätzen. Gemeint ist die Diskussion um die umstrittenen Äußerungen von AfD-Chefin Frauke Petry, die sich zwar am Ende mit y schreibt, ausgesprochen wird der Name aber identisch.

Petri Heil: So sehen die Angler die Situation

In der Anglerszene kommt trotz der hitzigen Debatte mit dem umstrittenen Besuch Petrys im Augsburger Rathaus keine Panik auf. Gerhard Wurm, stellvertretender Vorsitzender des Fischereivereins Schwabmünchen (Kreis Augsburg), bleibt gelassen: "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Politik hat keinen Einfluss auf den Anglergruß." Außerdem gebe es die Grußformel deutlich länger als Frauke Petry.

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Der Gruß wird meist unter Fischern verwendet: "Mit Petri Heil wünscht man sich einen guten Fang. Der Gruß wird am Gewässer ausgesprochen", sagt der 55-Jährige. Der Normalbürger bekomme den Gruß somit sowieso kaum zu hören. Wurm, der seit seinem 13 Lebensjahr angelt, sieht eine klare Trennung: "Fischen und Politik sind zwei unterschiedliche Dinge. Das wissen die Leute auch", sagt der 55-Jährige. Er sehe deshalb auch keine Gefahr, dass die Menschen auf falsche Gedanken kämen. Bei den Mitgliedern des Schwabmünchner Fischereivereins spielt das Thema keine Rolle.

Keine Verbindung von Anglergruß und AfD-Chefin Petry

Ähnlich sieht das Ulrich Krafczik, Geschäftsführer des Fischereiverbandes Schwaben. "Bei uns gibt es bislang keine Beschwerden und auch keine Diskussion, geschweige denn Anträge zur Abänderung des Grußwortes." Auch er sieht keine Gefahr, dass die Angler auf ihren Gruß angesprochen werden könnten: "Petri Heil wird fast ausschließlich am Gewässer verwendet. "

Selbst wenn ein Nicht-Fischer den Gruß hören sollte, sieht er kein Problem: "Ich glaube nicht, dass die Leute dann eine Verbindung zu Frauke Petry herstellen." Er ist sich sicher: "Frauke Petry schafft es nicht, uns den Anglergruß kaputt zu machen." Die Angler werden sich auch weiterhin mit Petri Heil begrüßen, da könne Frauke Petry sagen, was sie will.

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.02.2016

Karl Valentin kam nach 33 übrigens auf die Bühne und sagte: "Heil, Heil, Heil....wie hieß der gleich noch?". Ausserdem soll er gesagt haben: "Gut, dass der nicht "Kräuter" heißt!".

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20.02.2016

In Österreich musst jemand 800 Euro Buße zahlen weil er in seinem Garten jodelte. Benachbarte Muslime seien im Gebet gestört gewesen. Die österreichische Kronenzeitung hatte (im Jahr 2010/Ergänzung durch die Moderation) berichtet, hier die Hintergründe was tatsächlich geschah:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101201_OTS0255/medienwatchblog-deckt-hetze-der-kronen-zeitung-auf

Er hat also tatsächlich 800 Euro dafür zahlen müssen, dass er seine Nachbarn provoziert hatte, denn so lese ich das mehrmalige Singen zu Gebetszeiten. Wenn aber in seiner Nachbarschaft plötzlich eine Moschee steht und der Imam mehrmals täglich seinen Gesang verbreitet hat man keine Chance? Es darf nicht mal mehr zurückgejodelt werden?

Im Hinblick auf diese Story ist ein Verbot von "Petri Heil" gar nicht so abwegig!

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20.02.2016

Ich bin mir nicht sicher ob ich einen solchen Nachbarn lange hätte. Wobei ich natürlich dort bliebe wo ich bin.

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18.02.2016

welchem geistigen Kleinhirn entsprang denn diese Idee.....man sucht auch überall was um gegen die AfD stimmung zu machen..AZ, dieser Artikel ist sogar zu lächerlich für ihre zeitung

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17.02.2016

"Wenn jemand, der sich mit der Anglerszene nicht auskennt, in diesem Tagen Petri Heil hört, könnte er den Gruß falsch einschätzen."

Wenn jemand, der sich mit der Naziszene nicht auskennt, in diesen Tagen ein Autokennzeichen beantragt, könnte er, wenn er Pech hat, sehr schnell in einen falschen Verdacht geraten.

Lächerlich? Stimmt!

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17.02.2016

Oh Mann, gehen die Themen allmählich aus?

Wenn Kumpels in den Schacht einfahren, fahren sie ja auch nicht "Auf Glück", sondern bei einem "Glück auf".

Und die Kegler wünschen sich kein Holzgut, sondern Gut Holz.

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