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11.01.2007

Jetzt im Ticker: Was wird aus Stoiber?

In der CSU spitzt sich die Krise um Ministerpräsident Edmund Stoiber immer mehr zu. Auslöser ist die Ankündigung des CSU-Chefs, nach der Landtagswahl 2008 auf jeden Fall bis 2013 amtieren zu wollen. Lesen Sie die neuesten Entwicklungen in unserem aktuellen Stoiber-Ticker.

13.20 Uhr: Stoiber lenkt in CSU-Führungskrise ein - Amtszeit offen

Stoiber lässt erstmals erkennen, dass er bei einer Wiederwahl 2008 möglicherweise nicht die gesamte Legislaturperiode amtieren werde. "Ich kenne doch meine Verantwortung für Bayern und die CSU und danach werde ich immer handeln", so der Ministerpräsident wörtlich in einem dpa-Gespräch. Zugleich stellt er sich klar als Spitzenkandidat zur Verfügung und kündigt an, dass "die letzte Entscheidung" darüber die Partei treffen werde. Stoiber wirbt auch um die Rückendeckung der mächtigen CSU-Landtagsfraktion, von der er sich trotz des jüngsten Widerstands ein "positives Signal" erhoffe.

12.30 Uhr: Landtags CSU ist gespalten über Stoiber Votum

Die Krise um den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber treibt nun einen Keil in die Landtags-CSU. Maßgebliche Abgeordnete sind sich mittlerweile uneinig, ob die Fraktion kommende Woche ein Votum für Stoibers Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2008 abgeben soll.

Der Hochschulexperte Ludwig Spaenle spricht sich für ein Votum aus, der Innenexperte Jakob Kreidl dagegen. Fraktionschef Joachim Herrmann ist nach Angaben eines Sprechers nach wie vor der Ansicht, dass sich die Fraktion pro Stoiber äußern sollte. Offen ist aber, in welcher Form das geschieht.

11.52 Uhr: Bernhard Vogel rät Stoiber zu geordneter Nachfolgeregelung

Der frühere thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) rät dem bayerischen Regierungschef Edmund Stoiber (CSU) zu einer geordneten Nachfolgeregelung. Vogel verweist im Rundfunk Berlin-Brandenburg darauf, dass er selbst seinerzeit seine Nachfolge "von langer Hand" vorbereitet habe. Hieran sollte sich Stoiber "ausrichten". Dies setze allerdings "zwei Leute" voraus. Vogel betont, es gelte der Satz: "Erst das Land, dann die Partei, dann die Person." Zu einem möglichen Verzicht Stoibers auf das Amt des CSU-Vorsitzenden sagt er: "Wenn die Partei einem amtierenden Ministerpräsidenten, der Parteivorsitzender ist, als Parteivorsitzendem das Vertrauen entzieht, dann kann er mit zwei abgeschlagenen Armen nicht das Land weiter führen."


11:05 Uhr: Söder: "Stoiber ist der Richtige"

CSU-Generalsekretär Markus Söder sagt im WDR-Fernsehen: "Meine innere Stimme sagt mir, dass Edmund Stoiber der Richtige für Bayern ist."

11.04 Uhr: CSU-Abgeordneter Rotenhan wirft Stoiber "Anmaßung" vor

Der CSU-Landtagsabgeordnete Sebastian Freiherr von Rotenhan kritisiert die Ankündigung von Parteichef Edmund Stoiber, bis 2013 Ministerpräsident bleiben zu wollen, als "Anmaßung": "Stoiber ist bis 2008 gewählt, da muss man mit aller Demut abwarten, ob man wieder gewählt wird", sagt der CSU-Politiker in einem ddp-Interview. Zur Fraktionsklausur in Wildbad Kreuth kommende Woche hat sich Rotenhan angesichts des CSU-Führungsstreits erst gar nicht angemeldet: "Weil ich es für eine Zumutung halte, dass man zu einer Klausur fahren muss, wo von einem nichts anders erwartet wird, als einem untergehenden Stern zuzujubeln. Der Präsidiumsbeschluss ist ein Muster ohne Wert. Das ist so, wie wenn ich meine sieben Kinder bitten würde, eine Resolution zu unterschreiben: 'Papa ist prima.' Natürlich machen die das."

08.19 Uhr: Unmut in CSU-Landtagsfraktion wegen Stoiber wächst

In der CSU-Landtagsfraktion wächst nach übereinstimmenden Medienberichten der Unmut über Bayerns Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Eine vorgezogene Kür zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 sei inzwischen äußerst fraglich, nachdem Stoiber angekündigt hatte, bis 2013 regieren zu wollen, berichten der "Münchner Merkur" und die "Süddeutsche Zeitung"

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