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Regensburg

27.08.2014

Junge Frau in Auto vergewaltigt: Nicht der erste Fall in Regensburg

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Vor einem Monat wurde eine 22-Jährige in Regensburg ins Auto gezerrt und vergewaltigt. Von den drei Tätern fehlt weiter jede Spur. In Regensburg war es nicht der erste Fall.

Auch einen Monat nach der Vergewaltigung einer 22-Jährigen in Regensburg hat die Polizei weiterhin keine heiße Spur auf die Täter. Immerhin waren nach den Aufrufen der Polizei etwa 130 Hinweise eingegangen. "Das Gros ist jetzt abgearbeitet", sagt Polizeisprecher Michael Rebele. "Doch die heiße Spur war noch nicht dabei", fügt er hinzu - und das, obwohl bereits Phantombilder veröffentlicht worden waren.

In Regensburg ist es nicht der erste Fall dieser Art. Polizeisprecher Rebele kann sich an drei Fälle in den vergangenen Jahren erinnern. So hatte ein Mann eine junge Auszubildende an Weihnachten 2008 in sein Auto gezerrt und sie dann auf dem Weg nach Linz vergewaltigt. Am Bahnhof Linz entließ er sie dann wieder. Der Mann war einige Tagen später bereits gefasst.

Eine weitere Vergewaltigung ereignete sich 2011. Damals war ein Mann aus dem westlichen Landkreis Regensburg mit seinem Wagen in die Stadt hineingefahren. Am Uniklinikum überfiel er eine junge Frau, zwang sie, in sein Auto zu steigen,  fuhr mit ihr in seine Wohnung und vergewaltigte sie dort. Auch hier war der Täter nach einigen Tagen festgenommen.

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Wieso werden die Vergewaltiger von Regensburg nicht gefasst?

Der Unterschied zu der Vergewaltigung vor vier Wochen? Derzeit sind die Aussagen der 22-Jährigen die einzigen verwertbaren Aussagen, erklärt Rebele. Was die junge Frau aus jener Nacht berichtete, ist schockierend.  

Zwischen 0 Uhr und 0.30 Uhr war die Auszubildende im Bereich Isarstraße, Nordgaustraße, Lechstraße spazieren. Gegen 0.40 Uhr hatte sie wieder die Isarstraße betreten. Dort tauchte plötzlich ein Unbekannter aus dem dunklen Kirchvorplatz auf und stellte sich ihr in den Weg. Dann zog sie ein weiterer Mann in einen dunklen Kombi, der am Straßenrand mit laufendem Motor wartet.

An einem unbekannten Ort wurde die junge Frau vergewaltigt

Die drei Männer fuhren mit der 22-Jährigen etwa drei bis fünf Minuten. Dann hielt das Auto an einem unbekannten Ort an. Wie die Polizei bekannt gab, verübte die Tat ein etwa 1,90 Meter großer Mann. Er ist etwa 30 Jahre alt mit kräftiger Statur. Ihn bezeichnet die Polizei als Haupttäter. Als Mittäter agierte ein weiterer Mann. Er ist um die 1,75 Meter groß und circa 25 Jahre alt. Die beiden Männer vergewaltigten die Frau im Auto. Der Fahrer des Wagens blieb nach Angaben der Polizei passiv. Alle drei sprechen eine slawische Sprache. Dann fuhren die Männer zurück zur Isarstraße und stießen die junge Frau nackt auf die Straße. Die 22-Jährige floh ohne Kleidung nach Hause und verständigte von dort die Polizei.

Die Polizei sucht weiter die Kleidung des Opfers

Die Polizei sucht weiterhin nach der Kleidung der jungen Frau, die wahrscheinlich im Auto der Täter blieb. Dabei handelt es sich um eine lange schwarze Haremhose ohne Taschen, ein schwarzes T-Shirt, schwarze Ballerina, Füßlinge, einen schwarzen Damenslip mit Spitze und einen schwarzen BH.

Auch das Tatfahrzeug ist für die Ermittlungen von großer Bedeutung: Es ist ein dunkler fünftüriger PKW Kombi, evtl. ohne Kennzeichen, auf dem Armaturenbrett lagen Papiere. Außerdem erkannte die 22-Jährige einen Duftbaum am Rückspiegel.

Doch weder zur Kleidung, noch zum Fahrzeug oder den im Phantombild gezeigten Männer gab es stichfeste Aussagen. Vielleicht könnte die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY den Durchbruch bringen. Denn die Chancen stehen gut, dass es in der nächsten Folge in zwei Wochen einen Fahndungsaufruf zur Vergewaltigung von Regensburg gibt.

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