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Fiasko bei Kerner-Show

21.04.2015

Kandidat kollabiert: Teilnehmerin aus Bayern kritisiert Produktion

Kate Abdo und Johannes B. Kerner moderieren die Show "1000 – Wer ist die Nummer 1?", bei der nun ein Teilnehmer einen Herinfarkt erlitt.
Bild: ZDF/Sascha Baumann (dpa)

Bei der Aufzeichnung zur neuen ZDF-Show namens "1000 – Wer ist die Nummer 1?" hatte ein Kandidat einen Herzinfarkt. Eine Teilnehmerin aus Bayern kritisiert die Produktionsfirma.

Die Aufzeichnung einer neuen ZDF-Show namens „1000 – Wer ist die Nummer 1?“ ist nach Angaben von Teilnehmern völlig aus dem Ruder gelaufen. Ein 61-Jähriger erlitt einen Herzinfarkt, als er sich durch einen Hindernisparcours kämpfte. Nur wenige Meter vor ihm lief eine Frau aus Bayern. „Ich habe reihenweise Stürze gesehen“, sagt sie.

Das Konzept der neuen Samstagabendshow sieht vor, dass 1000 Kandidaten in mehreren Spielrunden gegeneinander antreten. Nach jeder Runde wird ihre Zahl halbiert. Der Hindernisparcours, auf dem der 61-Jährige nach Angaben der Bild-Zeitung mit einem Herzinfarkt zusammenbrach, war die erste von zehn geplanten Runden bei der Aufzeichnung der Show, die am 2. Mai ausgestrahlt werden soll.

Teilnehmerin aus Bayern: "Das war verantwortungslos"

„Alle 1000 Teilnehmer wurden gleichzeitig auf die Strecke geschickt“, erzählt die Teilnehmerin aus dem Freistaat. „Das war verantwortungslos.“ Die Kandidaten mussten ihrer Aussage nach durch glitschigen Schaum sprinten und Strohballen überqueren.

Ihr Nebenmann, ein Brillenträger, sei über die erste Hürde gefallen und im Schaum verschwunden – mit hunderten Leuten im Rücken. „Ich bin dann stehen geblieben und habe ihm geholfen“, erzählt die Frau, die selbst viel Sport macht. Weil sie dem anderen Läufer wieder auf die Beine half, habe sie selbst es nicht in die nächste Runde der Show geschafft.

ZDF weist Schuld von sich

Inzwischen haben sich in verschiedenen Medien mehr und mehr Kandidaten gemeldet, die die Organisation der Show kritisieren. Nach Angaben des ZDF seien alle Sicherheitsauflagen erfüllt worden. „Für die Kandidaten gab es vor Aufzeichnung des Parcours ein schriftliches und mündliches Briefing, in denen auf die körperliche Fitness, auf die Gestaltung des Parcours, auf Fairplay und auf Verhalten bei Verletzungen hingewiesen wurde“, sagt Sprecher Stefan Unglaube auf Anfrage unserer Zeitung.

Er räumt jedoch ein, dass es wegen des Herzinfarktpatienten und technischer Probleme zu „starken zeitlichen Verzögerungen“ bei der Aufzeichnung gekommen sei. Die Teilnehmerin aus Bayern formuliert es drastischer: „Die ganze Show war eine absolute Fehlplanung.“ (sari)

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