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Kartei der Not
08.06.2014

Augsburger Textilviertel: Baubeginn für das Ellinor-Holland-Haus

Im Augsburger Textilviertel in unmittelbarer Nähe zum Glaspalast entsteht das Ellinor-Holland-Haus. Jetzt war Baubeginn für das Modellprojekt.
Foto: Ulrich Wagner

Das Augsburger Ellinor-Holland Haus soll Menschen in Krisensituationen ein Zuhause auf Zeit bieten. Anfang 2016 soll es im Augsburger Textilviertel fertig gestellt sein.

Es sind große und auch kleinere Schicksalsschläge, die Menschen aus der Bahn werfen. Menschen, die damit unverschuldet in Not geraten und die Hilfe brauchen, um wieder ins Leben zurückzufinden. Die Kartei der Not, das Hilfswerk der Mediengruppe Pressedruck, unterstützt sie seit fast 50 Jahren unbürokratisch – und bald auch mit einem Modellprojekt.

Ellinor-Holland Haus soll 2016 fertig sein

In diesen Tagen war im Augsburger Textilviertel Baubeginn für das Ellinor-Holland-Haus, das Anfang 2016 fertiggestellt sein soll. In dem Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Glaspalast sollen rund 100 Menschen aus der gesamten Region, vor allem Alleinerziehende mit Kindern, Familien mit behinderten Kindern, Schwerbehinderte, chronisch Kranke und Senioren für einen begrenzten Zeitraum ein Zuhause finden. Ein Sozialarbeiter hilft den Bewohnern bei der Bewältigung ihrer Krisensituation, der Entwicklung von Zukunftsplänen und dem Übergang in die Normalität. Im Ellinor-Holland-Haus sind zudem ein Tante-Emma-Laden und ein Café untergebracht.

Verschiedenste Sponsoren sagen Unterstützung zu

 Angeschlossen ist eine integrative Kindertagesstätte, die in Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund betrieben wird. In ihr sollen Kinder der Bewohner, aber auch aus der Nachbarschaft Platz finden. Zuschüsse für die Kindertagesstätte sind bisher von der Stadt Augsburg, dem Land Bayern und der Aktion Mensch zugesagt.

Ellinor Scherer, Vorsitzende des Kuratoriums der Kartei der Not, sagte, mit dem Mehrgenerationen-Projekt werde das Lebenswerk ihrer Mutter, der Stiftungsgründerin Ellinor Holland, fortgesetzt. Die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Alexandra Holland nannte als Antrieb für die Baumaßnahme „Verantwortung zu übernehmen für Menschen in der Region, die schwere Zeiten durchleben“. (jös)

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