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26.03.2019

Kirche soll Europa versöhnen

Welche Ziele sich die Landessynode setzt

Die Verantwortung der Kirche für Frieden und Klimaschutz hat am Montag den Auftakt der Frühjahrstagung der bayerischen Landessynode in Lindau bestimmt. Die Neugestaltung der Versorgungsleistungen für Pfarrer und Kirchenbeamte wollte die Synode hingegen noch nicht aufgreifen.

In ihrer Eröffnungsansprache rief Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel die Kirche zu einem aktiven „Friedensdienst“ in einer von Konflikten zerrissenen Welt auf. Dazu gehöre auch der Einsatz für Menschen hier, „deren Herzen verängstigt sind, die sich abschotten und die Grenzen schließen möchten“. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte, in einem Europa, in dem sich Spaltungstendenzen verstärkten und Bewegungen ausbreiteten, die Hassbotschaften aussenden, sei es Aufgabe der Kirchen, für Versöhnung einzustehen.

In einer Rede vor der Synode, das ist das „Kirchenparlament“, forderte CSU-Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Kirchen dazu auf, sich noch stärker für Frieden, Umweltschutz und globale Gerechtigkeit einzusetzen – sowie gegen die Ausbeutung von Menschen in Entwicklungsländern. Das Wirtschaften habe die Welt an ihre Grenzen gebracht, betonte Müller. Daher sei eine Umkehr nötig: „Dazu müssen entscheidende Impulse von den Kirchen kommen. Als Christen sind wir in der Verantwortung.“

Große Hoffnungen setzen Synodalpräsidentin und Landesbischof in das Reformkonzept „Profil und Konzentration“, mit dem die Kirche mit ihrer Botschaft die Menschen wieder neu in ihren jeweiligen Lebenssituationen erreichen will.

Bedford-Strohm, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, verlangte zudem erneut eine konsequente Aufklärung von Missbrauchsfällen in der Kirche. „Für mich ist klar, dass wir zuallererst vor der eigenen Tür kehren müssen“, sagte er. Ein Kirchengremium habe die Arbeit aufgenommen und sich mit Opfern getroffen. Bei der Aufarbeitung gehe es nicht um Schnelligkeit, sondern vorerst um Sorgfalt. „Wir wollen eine bestmögliche Aufklärung, um für die Zukunft daraus lernen zu können und vor allem um Opfern von sexualisierter Gewalt so weit wie möglich gerecht zu werden.“ (epd) "Kommentar

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