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Kita-Streik
10.05.2015

Unbefristeter Streik beginnt - Notbetrieb in vielen Augsburger Kitas

In Deutschland werden die kommunalen Kindertagesstätten bestreikt.
Foto: Carsten Rehder/Archiv (dpa)

Für mindestens 14 Tage treten Beschäftigte kommunaler Kitas in den Streik. Der unbefristete Ausstand beginnt heute am Montag, unter anderem in Augsburg.

Heute am Montag beginnt der unbefristete Kita-Streik: Verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der dbb Beamtenbund fordern eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe. "Es geht um mehr Anerkennung für unsere Arbeit", sagt auch Kindergartenleiterin Jutta Thomas. Die müsse sich in der Bezahlung niederschlagen. Die 61-Jährige ist seit mehr als 40 Jahren in München als Erzieherin tätig.

In Augsburg werden 30 städtischen Kindertagesstätten bestreikt, allerdings gibt es fast überall zumindest einen Notbetrieb. Die Stadt Augsburg hat eine aktuelle Liste veröffentlicht, welche Kita zu ist und in welcher ein Notbetrieb angeboten wird (Download im pdf-Format). Mit einer Menschenkette wird der Streiktag um 13 Uhr zwischen Dom und Rathaus unter dem Motto „Wir halten zusammen“ beendet.

Unbefristeter Kita-Streik: Es geht vor allem ums Geld

Nach fünf Runden hatten die Gewerkschaften die Tarifverhandlungen für die bundesweit 240.000 Erzieher und Sozialarbeiter in kommunalen Einrichtungen diese Woche für gescheitert erklärt. Ab Montag wird nun gestreikt, Eltern müssen für die Betreuung ihres Nachwuchses eine Alternative suchen. 

Jutta Thomas hält den Streik für notwendig, um auf die Situation der Erzieher und Kinderpfleger aufmerksam zu machen. Bei vielen Eltern stoße die Maßnahme durchaus auch auf Verständnis, sagt sie: "Erzieher haben eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber - und das muss entsprechend bezahlt werden." 

Das größte Problem, mit dem viele Kitas, Kindergärten oder Horte vor allem in Großstädten zu kämpfen hätten, sei der Personalmangel. Und der resultiere aus der schlechten Bezahlung. Auch Sozialministerin Emilia Müller hatte vor wenigen Tagen bessere Rahmenbedingungen für den Erzieherberuf gefordert. dpa/AZ

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