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Corona-Pandemie

23.05.2020

Kitas, Schulen, Freibäder: Alles zurück zum Normalbetrieb?

Kitas und Schulen sollen zum 1. Juli auch in Bayern wieder für alle Schüler öffnen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder auf dem CSU-Parteitag an.
Bild: Uwe Anspach, dpa

Bayern lockert nach und nach die Anti-Corona-Maßnahmen. Und nach langem Warten gibt es nun auch eine Perspektive für alle Kita-Kinder.

Nach monatelanger Corona-Zwangspause sollen in Bayern bis zum 1. Juli wieder alle Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen. Dieses Zieldatum nannte der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Freitagabend in seiner Rede auf einem CSU-Internet-Parteitag in München. Ziel sei der 1. Juli, und zwar in kleineren, festen Betreuungsgruppen. Bislang hatte es lediglich einen Fahrplan für rund 80 Prozent der Kinder gegeben.

Kinderbetreuung in der Corona-Krise: Das ist der Fahrplan für Schulen und Kindergärten

Bereits am kommenden Montag (25. Mai) dürfen Vorschulkinder wieder zurück in den Kindergarten, und auch deren Geschwisterkinder. Zudem dürfen dann Großtagespflege-Einrichtungen mit bis zu zehn Kindern wieder öffnen, ebenso Waldkindergärten.

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Nach den Pfingstferien am 15. Juni dürfen die Kinder zurück in die Kindergärten, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden. Gleiches gilt für jüngere Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen - sie dürfen dann wieder in die Krippe gehen. Erst nach den Worten Söders vom Freitagabend ist aber nun klar, dass alle anderen Kinder dann Anfang Juli folgen sollen.

Freibäder und Gastronomie: Diese Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen stehen an

Zugleich kündigte Söder weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen an: In der zweiten Woche der Pfingstferien sollen Freibäder und Schwimmbadanlagen im Freien in Bayern wieder öffnen dürfen, also ab 8. Juni. Söder nannte dabei Freiluftanlagen in Thermalbädern und auch in normalen Schwimmbädern - alles mit strengen Hygiene-Vorschriften.

Der Gastronomie sicherte Söder eine Ausweitung der Öffnungszeiten für Außenbereiche zu: Diese sollen "ab der Pfingstwoche" von 20 auf 22 Uhr verlängert werden. Damit gelten dann die gleichen Regeln für Innen- und Außenbereiche. Denn Außenbereiche von Gaststätten, zum Beispiel Biergärten, dürfen zwar seit dem am 18. Mai öffnen, aber lediglich bis 20 Uhr. In Innenbereichen dürfen Speiselokale ab kommenden Montag (25. Mai) wieder Gäste empfangen - bis 22 Uhr. 

Theater, Kabarett, Musik: Auf diese Lockerungen dürfen Künstler hoffen

Und schließlich kündigte Söder wieder "mehr kulturelle Luft" an: Musikgruppen sollen demnach wieder zusammen üben dürfen, eventuell eben mit weniger Teilnehmern.

Zudem solle es kulturelle Freiluftveranstaltungen geben dürfen, Theater etwa oder Kabarett. "Man kann dann nach Pfingsten beginnen, wieder mit einem eingeschränkten Spielbetrieb zu arbeiten", kündigte Söder an. (dpa/lby)

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24.05.2020

Ich habe täglich mit vielen Menschen zu tun und gehe meiner Arbeit seit nunmehr über zwei Monaten genauso nach wie vorher, ohne Maske und Abstand. Ist in meinem Beruf auch nicht so umsetzbar.
Nur bei meinem wöchentlichen Einkauf, was im Onlineshop nicht geht oder einfach keinen Sinn macht, bleibt mir jeweils am Samstag nichts anderes übrig, als mir zwangsweise eine Maske aufzusetzen.
Ich bin gesund und all jene, mit denen ich zu tun habe auch.
Ich habe auch noch keine Polizei gesehen, die mit Maske oder unter Einhaltung irgendwelcher willkürlichen Abstandsregeln im Polizeiauto gesessen ist. Also findet den Fehler!
Auf der anderen Seite ist mir bewusst, das viele, vor allem ältere Menschen Angst haben. Bei ihnen wirkt die Angst, die man verbreitet und ich sage meiner Oma immer, 'einfach mal den Fernseher ausschalten und das eigene Gehirn einschalten.

Thüringen geht mit seiner Ankündgung schon mal voraus, am 6.Juni dem Corona Lebewohl zu sagen und je mehr Bundesländer diesem Beispiel folgen, umso schwieriger wird es für den Rest, Grundrechte weiterhin außer Kraft zu setzen.
Dabei stellt sich mir die Frage, wie es möglich sein kann, GRUNDrechte per Definition überhaupt in Frage zu stellen, geschweige denn außer Kraft setzen zu können.
Und am Ende, wenn alle Coronabeschränkungen gefallen sind, werden wir feststellen, es sterben auch nicht mehr Menschen als zuvor und das gibt uns zumindest nachgelagert eine ehrliche Antwort auf den Sinn und Unsinn der verordneten Corona Maßnahmen.

Alles Gute all jenen, die der Lookdown an den Rand ihrer Existenz gebracht hat oder noch schlimmeres..
Denkt auch mal an die Millionen Menschen nach dem zweiten Weltkrieg, was hatten die, und was haben sie draus gemacht.
So gesehen stehen wir trotz Lookdown und seinen Folgen immer noch sehr komfortabel da.
Das soll keine Entschuldigung sein, sondern lediglich ein wenig Trost spenden.

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23.05.2020

Wie sieht es aus mit Hallenbädern? Ich denke z.B. auch an Kegler (ist keine Massensportart mehr) wo die Hygiene- und Abstandsregelnb einfachst einzuhalten sind. Viel besser, als z.B. beim Fußball - aber da fehlt halt das Geld und die Lobby.

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