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21.04.2017

Knapp 9000 Raser erwischt

24 Stunden lang jagte die Polizei Temposünder.
Foto: Matthias Balk, dpa

Blitzmarathon: Warum es viel weniger Temposünder gab

Für den schlimmsten Temposünder hatte sogar der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein paar mahnende Worte parat: „Das ist lebensgefährlich, für sich und andere im Straßenverkehr!“ Den bayernweiten Temporekord beim Blitzmarathon hat die Verkehrspolizei Ingolstadt auf der Bundesstraße 16 in der Nähe der Abfahrt Weichering-Lichtenau im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gemessen. Dort kam ein 42-jähriger BMW-Fahrer auf Tempo 181. 81 Stundenkilometer schneller, als er an dieser Stelle hätte unterwegs sein dürfen. Dem Mann aus Baden-Württemberg drohen nun bis zu 1200 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot, heißt es in der Pressemitteilung des bayerischen Innenministeriums.

66 Stundenkilometer zu schnell war ein Fahrer auf der A3 bei Neuhaus am Inn im Landkreis Passau. Als er mit 146 Sachen – erlaubt sind dort 80 Kilometer pro Stunde – geblitzt wurde, hielt der 35-Jährige sich die Hände vors Gesicht, um seine Identität zu verschleiern. Geholfen hat das allerdings nichts: Er wurde direkt danach von Beamten angehalten, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit. Auf ihn kommen ein Bußgeld von 800 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von zwei Monaten zu.

Trotz tagelanger Ankündigung der deutschlandweiten Aktion haben Bayerns Polizisten beim diesjährigen Blitzmarathon knapp 9000 Temposünder erwischt. Dies entspreche etwa 3,8 Prozent der 230000 kontrollierten Fahrzeuge, erläuterte das Innenministerium am Donnerstag zum Abschluss der Aktion. Wie die Polizei Schwaben Nord mitteilte, wurden in ihrem Einsatzgebiet 9248 Fahrzeuge kontrolliert. Im Südwesten waren es knapp 5000 Autos. Von denen waren rund um Augsburg 255 zu schnell unterwegs – das entspricht etwa 2,7 Prozent. Im Allgäu und in Westschwaben sieht die Bilanz ähnlich aus, dort drückten etwa 300 Autofahrer zu fest aufs Gas.

In den Vorjahren ging den Beamten allerdings gut ein Drittel mehr Verkehrssünder ins Netz – ein erfreulicher Rückgang für die Ermittler. Die Polizei geht davon aus, dass das vor allem am Wintereinbruch und den teilweise heftigen Schneefällen am Mittwoch gelegen hat.

Über Temposünder hinaus haben die bayerischen Beamten beim Blitzmarathon aber auch mehr als 650 weitere Delikte registriert: Fahren ohne Gurt, die Benutzung des Handys am Steuer, mangelnde Verkehrstüchtigkeit der Autos und auch Drogenkonsum. (sün, ida, dpa)

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