Die Corona-Zahlen steigen und Bayerns Regierung spielt auf Zeit

26.10.2021

Plus Was macht eigentlich "Team Vorsicht"? Die Infektionszahlen in Bayern schießen nach oben. Doch die Staatsregierung hält die Zeit noch nicht reif für unangenehme Wahrheiten.

Die Corona-Infektionszahlen gehen rasant nach oben. Einzelne Krankenhäuser sind mit ihren Intensiv-Kapazitäten bereits wieder nahe am Limit. Die Bayerische Staatsregierung aber reagiert ungewöhnlich gelassen, tut zunächst nicht mehr, als die aktuell gültige Corona-Verordnung um einen Monat zu verlängern, und schließt einen neuen, flächendeckenden Lockdown weiterhin kategorisch aus.

Auf den ersten Blick ist das überraschend, schließlich war Bayern bisher bei Verschärfungen der Corona-Regeln stets ganz vorne dabei. Tatsächlich ist es einer neuen Realität geschuldet. Ein weiterer Lockdown für alle, ist schlicht nicht mehr durchsetzbar, weil sich das die zwei Drittel der Bevölkerung, die doppelt geimpft sind, nicht mehr gefallen lassen würden.

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Der Staat hat kein stichhaltiges Argument mehr, ihnen Einschränkungen aufzuerlegen, die über eine partielle Maskenpflicht hinausgehen.

Neue Einschränkungen können eigentlich nur für Ungeimpfte gelten

Wie auf die aktuelle „Pandemie der Ungeimpften“ reagiert werden könnte, sobald eine Überlastung der Intensivstationen droht, lassen die zuständigen Minister offen. Auf Nachfragen gab es dazu am Dienstag keine Antwort. Die Regierung hält die Zeit offenbar noch nicht reif für unangenehme Anordnungen, die nach jeder Logik nur Ungeimpfte treffen können.

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